Ob als Kompott, Fruchtgrütze, Kuchenbelag oder als Dip zu herzhaftem Fisch und Fleisch oder ganz neu als Schorle, Rhabarber ist ein vielseitig verwendbares Gemüse! Richtig gelesen: botanisch gesehen gehört der Rhabarber (Rheum rhabarbarum) zum Gemüse, obwohl er praktisch fast nur in süßer Form auf den Tisch kommt. Roh ist das robuste Knöterichgewächs, das vor rund 160 Jahren seinen Weg aus der Himalaja-Region Zentralasiens in die deutsche Küche gefunden hat, nicht genießbar. Erst gegart entfaltet es sein Aroma. Wobei der grünfleischige, dickere Rhabarber saurer schmeckt als der mildere und dünnere rotfleischige. Vor der Verwendung die Stielenden entfernen und mit einem kleinen Messer die faserige Haut abziehen. An festen Stangen ohne trockene Schnittstellen lässt sich übrigens die Frische feststellen. Bis zu einer Woche hält sich der Rhabarber, lose in ein feuchtes Tuch geschlagen, im Kühlschrank. Er ist reich an Oxalsäure, weshalb er grundsätzlich mit kalziumreichen Zutaten (zum Beispiel Milchprodukten) kombiniert werden sollte. Regelrecht zum Trendgetränk entwickelt hat sich die Rhabarberschorle. Das Gemüse einfach mit Wasser und Zucker aufkochen und 15 Minuten garen, bis es zu Brei zerfallen ist. Anschließend durch ein Sieb pressen, den Saft auffangen und mit Eiswürfeln und Mineralwasser genießen. Noch bis Juni hat der Rhabarber Saison. Also: guten Appetit!
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Rhabarber – das Gemüse unter den Obstsorten
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