Oerlinghausen (kd). Welche Rolle spielen Frauen in der rasanten Entwicklungsgeschichte der Rechenmaschinen und des Computers? Die SPD-AG 60 plus Oerlinghausen wollte es genauer wissen und besuchte Ausstellung "Am Anfang war Ada – Frauen in der Computergeschichte" im Heinz-Nixdorf-MusumsForum. Bei der einstündigen Führung erfuhr die Gruppe, dass auch heute noch die Welt der Computer und Elektronik von Männern dominiert wird. Die Ausstellung hebt die Leistungen einzelner Pionierinnen hervor, bezieht auch gesellschaftliche und kulturelle Verhältnisse der jeweiligen Zeit ein. So ist Ada Lovelace, Tochter des romantischen Dichters Lord Byron, ist ein Musterfall für die emanzipatorische und selbstbewusste Überwindung von Konvention und Zeitgeist. Von aufgeschlossenen Eltern unterstützt, schrieb sie das erste Computerprogramm der Welt. Ferner werden in der Ausstellung besonders Tausende der Frauen gewürdigt, die im zweiten Weltkrieg in England und Deutschland enorme Rechenleistungen für die Kriegsforschung und Spionage erbrachten. Dies führte zu lebhaften Diskussionen, weil einige Oerlinghauser Besucher auf Grund ihres Alters über eigene Erfahrungen aus Krieg und Nachkriegszeit verfügen. So berichteten einige Teilnehmerinnen von ihrer Arbeit mit Lochstreifen und Lochkarten, den ersten weitverbreiteten Speichermedium zur Steuerung von Maschinen. Insgesamt empfand die Gruppe den Besuch als lohnend und anregend. " Ich hätte nicht gedacht, dass so wesentliche Beiträge zur Computergeschichte gerade von Frauen erbracht wurden", meinte zum Beispiel der AG-Vorsitzende Bruno Heinz Weber. Die nächste Unternehmung der AG 60 plus widmet sich am 19. Mai der Ortspolitik. Ein Schnatgang in Zusammenarbeit mit dem Helpuper Ortsverein der SPD führt durch die dortigen Neubaugebiete und schließt die Besichtigung der Mostfabrik Wernicke ein.
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Frauen in der Männerwelt
Aufschlussreicher Ausstellungsbesuch zur Geschichte des Computers
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