1. Eine Symbiose von Mensch und Natur

    Eg Witts "Gabler" soll am kommenden Freitag enthüllt werden / Dorfgemeinschaft Rohden initiiert die Aktion

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    Initiiert worden war die Aktion von der Dorfgemeinschaft "Schönes Rohden" als nachträgliche Aktion zur "1000-Jahrfeier Rohden" im vergangenen Jahre. Für die finanzielle Basis hatte ein Spender, dessen Name ungenannt bleiben soll. In ihrer Einladung hat die Dorfgemeinschaft "Schönes Rohden" festgestellt, dass den auch international renommierten Künstler sehr viel mit der Landschaft verbinde, in der Rohden als Eingangstor zum Weserbergland lieg. Was Eg Witt bestätigte, der besonders die pittoreske Idylle des Naturschutzgebietes in Rohdental lobte, in dessen Eingangsbereich quasi sein "Gabler" am kommenden Freitag enthüllt werden soll. Vor Ort sowie bei den Naturfreunden, in deren einstigem Vereinshaus Schneegrund, habe Eg Witt in seiner Kindheit und Jugend in den Vierziger-, Fünfziger- und Sechzigerjahren eine "starke Prägung" erfahren, heißt es in der Ankündigung. Diese soziokulturellen und naturbezogenen Einflüsse durchzögen das inzwischen sehr umfangreiche Werk des 1943 geborenen Künstlers - zu finden in vielen Zeichnungen, Collagen, Malereien, Grafiken, Skulpturen und neuerdings auch in seinen Gedichten, Erzählungen und Romanen. Vielen seiner bildnerischen Werke sei gemeinsam, dass eine "geradezu innige Verknüpfung von vegetabiler, tierischer und menschlicher Anatomien" stattfinde - zu sehen jetzt auch beim "Gabler" in Rohdental. Über dessen Entstehung schreibt Eg Witt in einem Arbeitstext im März 2016: "Weil ein halbwegs harmonisches Verhältnis von Mensch und Natur äußerst selten gelingt, einmal der Versuch als Symbiose beim Gabler. Drei auf der Stelle Tretende, nicht mehr Vorankommende plus drei Baumgabeln. Beides soll eine endgültige, nicht mehr zu lösende Verbundenheit demonstrativ zur Schau stellen. Als drei illusionäre Allianzen, die sich zur festen Verortung miteinander gezwungen sehen - sogar in Eisen gegossen. Stabilitas, als ein reichlich unwahrscheinlicheres Vorhaben, angesichts der kaum einzudämmenden Umtriebigkeit von uns People. Weil alles nichts hilft, habe ich das Ganze seriell in einem Glückszahl-Modus gearbeitet. Am Rande hat sich ein netter Zusammenhang ergeben. In der Art, dass sich der Name Rohden bekanntlich von einstiger Abholzung und Urbarmachung herleitet und ich mit den drei Stämmen vom "Gabler" jetzt in gewisser Weise wieder Aufforstung betreibe. Mit Figuren, welche zur Abwechslung hoffentlich nicht mehr auf Expansion, Rekordversuch und anderes Höchstleistungsgebaren gebürstet sind. Stattdessen in ihrer Ruhestellung gelassen genug verharren müssen." Die Veranstaltung am kommenden Freitag mit Grußworten von Bürgermeister Friedrich Meier und einem kleinen Umtrunk in der "Weinschänke" beginnt um 17 Uhr.

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