Detmold (la). Das Festival "Kammermusik in Detmold" hat an der Musikhochschule eine lange Tradition. Im April erfährt es eine Neuauflage. Es findet an zwei aufeinanderfolgenden Tagen im Konzerthaus der Hochschule statt: am Samstag, 23. April (19.30 Uhr) und am 24. April (18 Uhr). Karten sind im Haus der Musik, an der Abendkasse sowie über "www.ticketonline.de" erhältlich. Die künstlerische Verantwortung trägt Klarinetten-Professor Thomas Lindhorst. Exemplarisch hierfür erklingen Werke von Max Reger, Charles Marie-Widor, Franz Schreker und Igor Strawinsky sowie – als krönender Abschluss – Gustav Mahlers Symphonie Nr. 4. G-Dur in der Fassung für Kammermusikensemble.
Das Motto lautet "Grenzgänger" und nimmt den 100. Todestag des Komponisten Max Reger zum Anlass. Dieser stand mit seiner Musik am Scheideweg zwischen Tradition und Moderne. Die Tonsprache schien für die erste Dekade des 20. Jahrhunderts für einen Teil der Komponisten an ihre Grenzen geraten zu sein. Die Lösung bestand für diese in dem Aufbrechen der tonalen Grenzen und in der Überwindung von bewährten Formen. Neben diesen Revolutionären versuchte der andere Teil der Komponisten die bewährte Tradition beizubehalten.