1. Früher aufstehen für mehr Sicherheit

    24 Jugendliche als Schülerlotsen an der Johannes-Gigas-Schule verpflichtet

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    Lügde (afk). Neben Hohenhausen ist Lügde die einzige Kommune in Lippe, die noch Schülerlotsen zur Schulwegsicherung einsetzt. 24 Jugendliche des Johannes-Gigas-Schulzentrums am Lügder Ramberg haben sich in einem zweitägigen Kurs unter der Leitung des Verkehrssicherheitsberaters der Kreispolizeibehörde Lippe, Polizeihauptkommissar Michael Behler, auf ihre ehrenamtliche Tätigkeit vorbereitet und sind nun offiziell verpflichtet worden. Wie gern die Kreisverkehrswacht Lippe dieses Engagement der Schülerinnen und Schüler aber auch der Schule sieht, ist schon aus der Teilnahme des Vorsitzenden Karsten Seefeldt, des Schulleiters Uwe Tillmanns und des stellvertretenden Bürgermeisters Joachim Krause an dieser Verpflichtungsfeier zu entnehmen. Stolz sei man darauf, dass seit der bundesweiten Einführung von Schülerlotsen vor mehr als 60 Jahren keine tödlichen Unfälle im Einsatzgebiet der gelben Verkehrshelfer passiert sind, sagte der Vorsitzende der Verkehrswacht Lippe, die eine von 70 in NRW ist. Seefeldt dankte den Jugendlichen, die sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe zur Verfügung gestellt haben. Vorwiegend vor Schulbeginn und nach Schulschluss sind die Schülerinnen und Schüler im Einsatz. "Morgens ein Viertelstunde früher an der Schule zu sein als die anderen Mitschüler und nach Unterrichtsende auch noch etwas Zeit dranzuhängen, und diese Disziplin auch über zwei Jahre durchzuhalten, ist schon eine bemerkenswerte Leistung", lobte auch die Organisatorin der Schülerlotsen an der Johannes-Gigas-Schule, Susanne Post. Dass diese Aufgabe freiwillig, ehrenamtlich und unbezahlt von den Jugendlichen übernommen wird, fand der stellvertretende Bürgermeister lobenswert. In Theorie und Praxis waren die 24 auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe von Michael Behler vorbereitet worden. Die Schülerlotsen lernten dabei wichtige Regelungen und verkehrsrechtliche Bestimmungen aus der Straßenverkehrsordnung kennen, ferner die verschiedenen Elemente des Straßenverkehrs und das Einschätzen von Geschwindigkeiten, Anhalte- bzw. Bremswegen von Fahrzeugen. Doch nicht nur Wissen pauken stand auf dem Programm. Besonders großen Wert legte der Ausbilder auch darauf, dass die Schülerlotsen sich umsichtig verhalten und ihrer Tätigkeit konzentriert und verantwortungsbewusst nachgehen – denn andere Menschen müssen sich auf sie verlassen können. Dass sie nun firm im Erlernten sind, bewiesen sie in einer Abschlussprüfung, die alle bestanden. In einer kleinen Feierstunde erhielten sie von Kreisverkehrswacht, Polizei und Schule unterzeichnete entsprechende Bescheinigungen. Zudem wird dieser Einsatz auch in den Zeugnissen positiven Niederschlag finden. Sicherheit durch Sichtbarkeit hatte der Verkehrssicherheitsberater den Jugendlichen im Rahmen des mehrstündigen Vorbereitungskurses unter anderem mit auf den Weg gegeben. Die neongelben Westen und Kappen, dazu die obligatorische reflektierende weiße rot umrandete Winkerkelle (dieses Material wird von der Kreisverkehrswacht zur Verfügung gestellt) weisen die Jugendlichen als Verkehrshelfer aus und geben jedem Verkehrsteilnehmer das Signal, besonders aufmerksam zu sein und die Zeichen der Verkehrshelfer zu respektieren. Noch fremdelten die Jungen und Mädchen hier und da ein wenig mit ihrer auffälligen "Verkleidung", aber sie werden sich daran gewöhnen. "Dabei hilft auch die Einarbeitungszeit, die sie zusammen mit den jetzigen Neunt- und Zehntklässlern bis zu den Sommerferien absolvieren", weiß Schulleiter Tillmanns. "Danach werden sie dann eigenverantwortlich einsteigen." An der Bushaltestelle am Schulzentrum am Ramberg und am Rambergsweg sorgen die Schülerlotsen in Lügde für Ordnung und Verkehrssicherheit. "Wir werden eventuell noch wegen der neuen Verkehrsverhältnisse vor allem zum Schulschluss über Veränderungen im Einsatz der Schülerlotsen nachdenken", kündigte Susanne Post als Koordinatorin an. Nach dem Durchfahrtverbot im unmittelbaren Schulzentrumsbereich hat sich der Abholverkehr der Eltern an die Anfahrt zum Ramberg verlagert.

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