1. Fahrende Kommandozentrale

    Feuerwehr kann Einsätze nun gut leiten und überwachen

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    Leopoldshöhe (kd). Das Provisorium hat ein Ende. Ein Jahr nach der Auftragserteilung hat die Freiwillige Feuerwehr Leopoldshöhe einen fabrikneuen Einsatzleitwagen (ELW) erhalten. Jedes Mal, wenn die Wehr ausrückt, wird das Fahrzeug dient als mobile Kommandozentrale dienen. "Bislang konnten wir uns nur notdürftig über Wasser halten", sagte Wehrführer Harald Schubert bei der Übergabe. "In dem alten ELW haben wir zum Teil selbstgebaute Mittel eingesetzt." Diese Zeit ist nun vorüber. Aus der Hand von Bürgermeister Gerhard Schemmel konnte Schubert am jüngsten Übungsabend symbolisch die Schlüssel für den neuen Ford Transit entgegen nehmen. Schemmel freute sich, dass nun "ein langgehegter Wunsch der Wehr in Erfüllung geht." In dem Fahrzeug mit 130 PS finden vier Personen Platz: der Fahrer, der Einsatzleiter sowie zwei Wehrleute, die an Computerarbeitsplätzen eingesetzt sind. Neben der digitalen wurde sicherheitshalber auch noch eine analoge Funkanlage eingebaut. Die Stromversorgung reicht für 90 Minuten, dann muss eine externe Quelle angeschlossen werden. Während der Einsätze läuft die gesamte Kommunikation in dem ELW zusammen. "Der Wagen ist schon etwas Besonderes", sagte Wehrführer Schubert. "In Leopoldshöhe haben wir schon etwas Besonderes erreicht." Die Wehr habe umfangreiche Dokumentations- und Überwachungspflichten zu erfüllen. Mit dem neuen Fahrzeug sei dies ohne weiteres möglich, es entspreche den Vorgaben. Zum Beispiel müssen sich die Träger von Atemschutzgeräten vor und nach ihrem Einsatz bei der Fahrzeugbesatzung melden. Sämtliche Funksprüche und Entscheidungen werden festgehalten, die eingehenden Daten werden dokumentiert. Der Wehrführer richtete einen Appell an seine Mannschaft: "Das Fahrzeug sieht ja schick aus, es steckt aber auch noch eine Menge Arbeit drin." Dies trifft zum Beispiel auf Christoph Relzow zu, der den Wagen fahren und pflegen wird. Andere Kameraden werden sich jetzt noch mit der Technik vertraut machen, bevor das Fahrzeug offiziell in Betrieb genommen wird. Bürgermeister Schemmel wünschte "Glück auf" und übergab neben dem Schlüssel auch noch ein wenig flüssiges "Schmiermittel" für das gesellige Beisammensein im Anschluss an den Übungsabend.

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