1. Freigänger unter Mordverdacht

    Verdächtiger im Fall Thijsen verhaftet

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    BAD REHBURG (mh). Die Nienburger Mordkommission hat am Donnerstagnachmittag einen 48-jährigen Mann unter dringendem Tatverdacht festgenommen. Er soll die 23-jährige Judith Thijsen im September des vergangenen Jahres getötet haben. Der 48-Jährige war Freigänger des Maßregelvollzugszentrums Bad Rehburg.

    Der Mann war laut Staatsanwaltschaft seit Januar 2012 wegen einer Alkoholabhängigkeit im Maßregelvollzugszentrum Bad Rehburg untergebracht. Wie Sozialministerin Cornelia Rundt am Freitagvormittag im Niedersächsischen Landtag erklärte, war der 48-Jährige wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und zehn Monaten verurteilt. Laut Klinik gab es keine Regelverstöße, erklärte sie. Seit 2013 gab es Lockerungen für den Mann, das heißt, er durfte in Begleitung die Klinik verlassen. Ende 2014 gab eine interne sowie eine externe Kommission die Empfehlung für unbegleitete Lockerungen. Nach Angaben der Klinik gab es bei dem Mann in der Therapie, auch nach September 2015, keine Auffälligkeiten erklärte Cornelia Rundt weiter. Das Amtsgericht Verden erließ Haftbefehl wegen Totschlags gegen den Mann, zudem erfolgten Durchsuchungen in den Räumen des Maßregelvollzugszentrums Bad Rehburg. Der Tatverdacht habe sich aus der Auswertung der gesicherten Spuren ergeben, erklärte die zuständige Staatsanwaltschaft Verden in einer Pressemitteilung. Der 48-Jährige wurde am Freitag dem Ermittlungsrichter vorgeführt. Judith Thijsen wurde am 12. September das letzte Mal lebend gesehen, Tage später wurde sie von Spaziergängern im Klosterwald Loccum tot aufgefunden.

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