Paderborn/Detmold. Die Sparkasse Paderborn-Detmold schließt zum 30 Juni insgesamt sieben Filialen im Kreis Lippe. Betroffen sind die Standorte Diestelbruch (Geldausgabeautomat bleibt erhalten), Berlebeck (Geldausgabeautomat bleibt erhalten), Leopoldstal, Elbrinxen, Oesterholz-Haustenbeck, Schwalenberg (Geldausgabeautomat bleibt erhalten) und Lothe.
Als Hauptgrund nannte die Sparkasse die sinkende Kundenfrequenz in den Filialen. Die Zahl der Beratungen habe in den letzten Jahren um fast die Hälfte abgenommen. Durchschnittlich nutzten bundesweit Sparkassenkunden pro Jahr 192 Mal die Sparkassen-App, 120 Mal Online-Banking und 24 Mal Selbstbedienungsgeräte und nur ein Mal die Filiale für eine Finanzberatung. Diese Entwicklung werde sich nach Einschätzung der Sparkasse weiter fortsetzen. Die Mitglieder des Verwaltungsrats haben in der Sitzung am 6. April für die Zukunftsausrichtung der Sparkasse Paderborn-Detmold einstimmig für die Schließungen votiert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den betroffenen Filialen werden in größeren Sparkassenfilialen eingesetzt. Man wolle daher künftig das persönliche Bankgeschäft und die "neue Welt" des Online- und Mobile-Banking miteinander verknüpfen. Heißt: In den Filialen finden vor allem die Beratungen zu wichtigen Entscheidungen im Leben statt – eine Kreditaufnahme oder die finanzielle Altersvorsorge. "Unsere Filialen bleiben ein wichtiger Baustein in unserer Kundenberatung. Wir bieten persönliche Beratung dort an, wo diese von unseren Kunden nachgefragt wird", so Hans Laven, Vorsitzender des Vorstandes. Für anspruchsvolle Beratungsthemen nähmen die Kunden bereitwillig weitere Wege in Kauf, um mit Fachspezialisten für Wertpapiere, Finanzierung, Versicherungen oder Immobilien zu sprechen, teilt die Sparkasse mit. Neben den Veränderungen im Geschäftsstellennetz soll gleichzeitig die persönliche Beratung über digitale Kanäle intensiviert werden. Die Bargeldversorgung bleibe durch ein dichtes Netz an Geldausgabeautomaten erhalten. Darüber soll es einen kostenlosen Geld-Bring-Service für mobil eingeschränkte Menschen etabliert. Ingesamt unterhält die Sparkasse ab Juli 56 Standorte (bisher 75).