Detmold (bc). "Kunst kommt von Können", sagte nicht nur Karl Valentin, so nennt auch Karin Klimmek-Meise ihre Ausstellung. Das klingt nicht nur recht selbstbewusst, es macht auch neugierig.
Den Menschen und die Auseinandersetzung mit seiner Umwelt beschreibt Klimmek-Meise in ihren Werken in verschiedenen Farben und Techniken. Ihre eigene Mischcolor-Leim-Technik (MCL), Öl- und Acrylbilder, hauchdünn gesandet, Aquarelle und Collagen, manche verfeinert mit Blattgold oder -silber, machen jedes Bild zu einem Unikat. Sie male aus dem Gefühl heraus, beispielhaft dafür sei das Bild "Deutschlandpaket" genannt: ein Auge steht für das Betrachten, das zweite für das Gefühl – wobei Klimmek-Meises Gedanken schon mal einen Hundertwasser oder Picasso streifen. Ihre Bilder sind keine fotografischen Darstellungen, sondern drücken phantasievolle Zusammenhänge aus. So versteht sie auch die 10 Meter lange Bildkette, eine Hommage an unsere Hand, an das was sie ausdrückt, was sie alles kann: die Klavier spielende, aber auch die Richtung weisende, die betende, nehmende Hand. "Der Künstler sollte seine Liebe zum Werk spüren, einfädeln in das Thema, so ist ein gutes Handwerk mit feiner Virtuosität erarbeitet", sagt Karin Klimmek-Meise. Und "Ein Werk endet, wenn ich es für gut befinde". 1944 in Detmold geboren, lebt und arbeitet sie hier bis heute. Ihr kreatives Können zeigte sich recht früh. Mit 18 Jahren wurde Karin Klimmek-Meise die jüngste Friseurmeisterin in Nordrhein-Westfalen. Dem nicht genug schloss sich ein Kunststudium in Zürich an, das sie mit hervorragendem Ergebnis abschloss und sich ständig weiterbildete - im Studio von Erika Stumpf und der Akademie von Pavel Richter. In zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentierte Karin Klimmek-Meise mit großen Erfolg ihre Werke und Skulpturen. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 31. August im Foyer der Industrie- und Handelskammer Lippe zu Detmold, Leonardo-da-Vinci-Weg 2 von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr bis 16.30 Uhr sowie freitags von 8 Uhr bis 15.30 Uhr.
