Blomberg (la). Fünf Jahre nach der Dreifachkatastrophe von Fukushima und 30 Jahre nach dem Super-Gau von Tschernobyl sind die Opfer längst aus den Schlagzeilen verschwunden. In den betroffenen Gebieten in Japan, in der Ukraine und in Weißrussland wird die Katastrophe jedoch noch Jahrhunderte andauern.
Der Blomberger "Arbeitskreis Atomausstieg" nimmt die Jahrestage von Tschernobyl und Fukushima zum Anlass, um der Opfer beider Katastrophen zu gedenken und auf die letztlich nicht beherrschbare Technik der Atomenergie hinzuweisen. Ab Mitte April wird es daher eine dreiwöchige Plakatausstellung im Martiniturm geben. Titel: "Fukushima, Tschernobyl und wir – die Katastrophe ist noch lange nicht zu Ende". Auf 15 großformatigen Plakaten werden die Fakten und Folgen der Ereignisse von Tschernobyl und Fukushima in eindrücklichen Bildern, erklärenden Grafiken und mit knappen Texten dargestellt. Die Ausstellung spannt den Bogen bis zu den Atomkraftwerken, die bei uns und in den benachbarten europäischen Ländern immer noch laufen. Auch in Europa ist eine Katastrophe jederzeit möglich. Die Ausstellung wurde von der atomkritischen Organisation "ausgestrahlt" konzipiert und vom Blomberger Arbeitskreis Atomausstieg eingerichtet und präsentiert. Die offizielle Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, 15. April um 11 Uhr im Martiniturm. Alle interessierten Bürger sind dazu herzlich eingeladen. Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind Freitag 15. April, 22. April und 29. April von 10 bis 14 Uhr sowie Sonntag 17. April, 24. April und 1. Mai von 12 bis 17 Uhr.