1. Die Malerei als ein
haptisches Erlebnis

    Werke von Christopher Lehmpfuhl im Robert-Koepke-Haus

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    Schwalenberg (la). Tiefe Krater, Furchen und Gebirge aus Farbe durchziehen großformatige Leinwände, die schiere Farbdicke ist überwältigend. Erst von weitem erschließen sich die Motive: aufwühlende Landschaften, Meer- und Stadtansichten, die Christopher Lehmpfuhl ausschließlich in Plein-Air-Malerei, vor Ort, bei jedem Wetter, unter Einsatz von den Händen als Malmittel auf die Leinwand bannt. In der Zeit vom 17. April bis zum 5. Juni sind Werke des 1972 geborenen Berliner Künstlers in einer Ausstellung im Robert-Koepke-Haus, Polhof 1, in Schwieder-Schwalenberg zu sehen. "Haptischer Pleinairismus" ist ein Begriff, den Lehmpfuhl für seine Malerei prägte, die die ganze Geschichte der modernen Malerei vom Impressionismus über den Expressionismus, die Auflösung im Informel und Abstrakten Expressionismus in sich vereint und in eben jenen farbgewaltigen Leinwänden gipfelt. Christopher Lehmpfuhls Art zu Malen kommt schwerer körperlicher Arbeit gleich: unter vollem Körpereinsatz und bei allen Witterungsbedingungen setzt er sich der Natur aus – und fängt sie in ihrer Rauheit, Ursprünglichkeit oder auch Gezähmtheit ein. Seine Technik ist kein Malen mehr, sondern eher ein Modellieren mit Farbe. Dabei fängt er sowohl die Landschaft der verschiedensten Regionen, in die ihn seine Reisen immer wieder führen, als auch das Meer ein. Gerade bei letzerem sind beeindruckende Motive entstanden, von sturmgepeitschtem Wasser, welches sich an hohen Felsenküsten bricht oder mit den Wolken des Himmels verschmilzt. Geradezu ruhig und idyllisch im Vergleich zu den Sturmbildern muten die Stadtansichten aus Berlin an, die neb en Bildern der Nord- und Ostsee einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden. Die Ausstellung ist täglich außer montags von 14 bis 17.30 Uhr geöffnet, sonntags zusätzlich von 10 bis 12 Uhr. Öffentliche Führungen durch die Ausstellungen "Auf den Spuren der Künstlerkolonie" (Städtische Galerie) und "Christopher Lehmpfuhl" (Robert-Koepke-Haus) werden an den Sonntagen, 24. April, 8. Mai, 29. Mai und 5. Juni, von 15 bis 16 Uhr angeboten. Die Führung beginnt in der Städtischen Galerie, Marktstraße 5.

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