Detmold. Die Tierschutzorganisation "Animal Rights Watch" (Ariwa) veranstaltet am Samstag, 16. April, von 17.30 bis 19.30 Uhr eine Demonstration gegen den Zirkus "Probst". Treffpunkt dafür ist um 17.30 Uhr am Kronenplatz.
Artgerechte Tierhaltung sei im Zirkus unmöglich, schreibt "Ariwa" in einer Pressemitteilung. Wildtiere hätten in ihrer natürlichen Umgebung sehr viel Platz und könnten laufen, springen, klettern, schwimmen oder fliegen, wie es ihren Bedürfnissen entspreche. Sie pflegen Kontakte zu Artgenossen, beschäftigen sich mit der Nahrungssuche und betreiben Haut- oder Fellpflege. "Haltung im Zirkus bedeutet für die Tiere jedoch lebenslanger Verzicht auf ihre natürlichen Verhaltensweisen und lebenslanger Transport. Das führe bei den meisten Tieren zu Verhaltensstörungen wie dem ständigen Hin- und Herlaufen, schreibt der Verein. "Ariwa" wirft den Zirkussen außerdem vor, die Dressur von Wildtieren sei immer mit Gewalt verbunden. Der Detmolder Stadtrat hat am 19. November 2015 beschlossen, künftig keine städtischen Flächen mehr an Unternehmen zur Verfügung zu stellen, die Wildtiere mit sich führen oder darbieten. Bis 2021 gelten allerdings noch verbindliche Vormerkungen, die die Stadt einigen Zirkusunternehmen vor dem Beschluss erteilt hatte. Die Zirkusunternehmen würden jedoch grundsätzlich von städtischer Seite auf den Beschluss hingewiesen, dass Wildtiere nicht erwünscht sind und haben die Möglichkeit, ihre Programme entsprechend anzupassen, teilt Detmolds Pressesprecherin Petra Schröder-Heidrich mit.