1. Vorbildlicher Ehrenamtler

    DFB und Fußball-Kreisverband ehren Klaus Gerking

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    Niese (afk). "Das hätte ich nie erwartet"- Klaus Gerking (73), langjähriges Vorstandsmitglied, Fußballobmann im SV Niese und Trainer, war sichtlich überrascht, als sein Stammverein zu einer Feier zu seinen Ehren in das Sporthaus einlud. Dazu kamen nicht nur Weggefährten sondern auch Lügdes Bürgermeister Heinz Reker, Gottfried Dennebier (seines Zeichens Ehrenamtsbeauftragter im Fußballkreis Lippe) und die Stadtsportverbandsvorsitzende Karin Trompeter. Extra aus Bochum angereist war Ulrich Jeromin, der im Fußball- und Leichtathletikverband Westfalen (FLVW) für den Ehrenamtsbereich zuständig ist. Das aus besonderem Grund: Er übergab im Auftrag des Deutschen Fußball Bundes (DFB) auch an den Verein als Anerkennung für sein Engagement ein Geschenk.

    Nach dem Ehrenamtspreis, den Klaus Gerking 2015 erhielt, ist er zudem nun ein Jahr lang Mitglied im "Club 100" des DFB, einer Auswahl von 100 bundesweiten Kreissiegern. Der gebürtige Nieser ist der erste Lügder und zweite Lipper Ehrenamtler, der in diesen Club aufgenommen wurde. "Das Ehrenamt ist wichtig", stellte Reiner Dobrott bei seiner Begrüßung fest. "Wichtiger aber ist, dass es auch jemand tut." Dass Klaus Gerking so einer ist, hat er Jahrzehnte lang in verschiedensten Positionen und Funktionen bewiesen. Wann immer der Verein jemand benötigte, der die Verantwortung übernahm – Gerking war dabei. "Er ist ein Mann der Tat und nicht des Redens", fasste Bürgermeister Reker zusammen. Sein Meisterstück habe er beim Bau des Sporthauses in Niese abgeliefert, in den er sich maßgeblich mit eingebracht hatte. Das wurde 2007 eingeweiht. Als aktiver Spieler hatte Gerking 1972 seine Karriere beendet und hatte, trotz verlockender Angebote höherklassig spielen zu können, seinem Heimatverein immer die Treue gehalten. Den 1972 von britischen Pionieren fertiggestellten neuen Rasenplatz hat er selbst nicht mehr bespielt, dafür aber etliche Stunden an der Seitenlinie zugebracht und sich darum gekümmert, dass es im gesamten Fußballbereich immer reibungslos lief. Zwei Jahre lang betreute er parallel die Herren- und die A-Jugendmannschaft des SV. Diesen außerordentlichen Einsatz würdigte der DFB 2015 mit der Verleihung des 1997 eingeführten Ehrenamtspreiseses. Anhand vorgegebener Kriterien wählten die Fußball-Landesverbände aus dem Kreis der 280 bundesweiten Kreissieger jene Personen aus, die sich besonders durch ihr Engagement hervorgetan hatten. Der DFB entschied zudem dann aus diesem 280er-Kreis u.a. Klaus Gerking in den "Club 100" aufzunehmen. Verbunden ist dies mit einer Einladung zu einem Länderspiel und einer gesonderten Ehrenveranstaltung, wie Ulrich Jeromin ankündigte. Als Dank an den Verein hatte der Ehrenamtsbeauftragte zwei Mini-Tore und fünf Fußbälle für die Nachwuchsarbeit mitgebracht und gab dem Vorsitzende Reiner Dobrott mit auf den Weg: "Bleiben Sie am Ball! Machen Sie weiter so!" Der Ehrenamtsbeauftragte des Fußballkreises, Gottfried Dennebier, hob vor allem die soziale Komponente des Wirkens von Klaus Gerking hervor, der sich beispielhaft um die Jugendarbeit kümmerte. Gerade in einem kleinen Dorf wie Niese mit schrumpfender Einwohnerzahl war es immer schwieriger, genügend Nachwuchsspieler zu rekrutieren. Aber nicht zuletzt durch Gerkings Engagement das vom Abholen und Heimbringen vor und nach den Spielen bis zur Integration von ausländischer Kinder reichte, konnte das der SV lange Zeit allein schaffen. Inzwischen ist der Nieser Fußball-Nachwuchs in der Jugendspielgemeinschaft Rischenau-Elbrinxen aktiv. Reiner Dobrott, seit fünf Jahren Vorsitzender des SV, meinte: "Diese Aufgabe ist nicht immer einfach. Aber mit Leuten wie Klaus Gerkig zusammenzuarbeiten macht Spaß." Für Heinz Reker stand fest: "Diese Ehrung bekommt Klaus Gerking zurecht. Er ist ein vorbildlicher Ehrenamtler."

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