1. Neues Zentrum für Kultur und Kreativität

    Medienproduktion zieht um nach Detmold

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    Detmold/Lemgo. Die Stadt Detmold plant gemeinsam mit der Hochschule Ostwestfalen-Lippe und der Hochschule für Musik Detmold die Gründung des "Detmold Centre for Culture and Creativity" (DCCC) auf dem Altstandort der Hochschule OWL an der Bielefelder Straße. Dafür soll der Fachbereich Medienproduktion der Hochschule OWL von Lemgo nach Detmold umziehen. Die Kosten für den Bau werden derzeit auf 9 bis 12 Millionen Euro geschätzt. Wie das Wissenschaftsministerium NRW mitteilt, werde das Land einen großen Teil der Finanzierung übernehmen.

    Ziel des Projekts ist es, das kulturelle und kreative Potenzial der Stadt in einem neuen Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft zu vernetzen und zu verorten. Das DCCC soll Lern- und Arbeitsumgebung, Treffpunkt und Ausstellungsort für experimentelle interdisziplinäre Aktivitäten mit einer engen Verbindung von Kunst und Wissenschaft werden. "Das DCCC wird in der traditionsreichen Kulturstadt Detmold dazu beitragen, dass neue Formen der kreativen Zusammenarbeit entstehen. Es unterstützt auch den Austausch zwischen den Fachbereichen der Hochschule OWL, der Kreativwirtschaft und trägt so zu einer höheren Sichtbarkeit der Region bei", sagte Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. "Mit der Verlagerung des Fachbereichs Medienproduktion von Lemgo nach Detmold wird die seit langer Zeit gewünschte Zusammenlegung der Kreativfächer an der Hochschule OWL erreicht", so Dr. Oliver Herrmann, Präsident der Hochschule OWL. Medienproduktion, Architektur, Innenarchitektur und Bauingenieurwesen könnten dann in einem modernen Umfeld Synergieeffekte erzielen, die zu einer deutlichen Stärkung dieser ohnehin renommierten Fächer führten. Für die Öffentlichkeit sollen wissenschaftliche Veranstaltungen, eine Sommerakademie, innovative internationale Festivals und Ausstellungen angeboten werden. "Das ist eine tolle Nachricht", ist sich Landtagsabgeordneter Dennis Maelzer (SPD) sicher. Er wertet dies bereits als ersten Erfolg der Lippe-Konferenz, zur der diese Woche drei Landesminister nach Detmold kommen wollen. Das neue Zentrum für Kultur- und Kreativwirtschaft könne ein junges und innovatives städtisches Quartier werden, welches das gesamte Gebiet weiter aufwerte. Das DCCC soll auch Möglichkeiten für die Initiierung und Durchführung von Forschungs- und Entwicklungsprojekten in OWL bieten. Durch die Entwicklung neuer Produkte und Dienstleistungen sowie neuer Wertschöpfungsketten können so in der Kreativ- und Gesamtwirtschaft zusätzliche Arbeitsplätze in Detmold und im regionalen Umland entstehen. Die Kooperationspartner des DCCC: das Erich-Thienhaus-Institut (ETI), eine renommierte Ausbildungsstätte für Tonmeister; das "Earquake"-Epizentrum für experimentelle Musik (Hochschule für Musik); das Zentrum für Musik- und Filminformatik (ZeMFI), ein gemeinsames Forschungsinstitut der HfM und der HS OWL; die Detmolder Schule für Architektur und Innenarchitektur der HS OWL, der Fachbereich Medienproduktion der HS OWL und der Forschungsschwerpunkt "PerceptionLab".

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