Detmold-Hiddesen (ck). Vom Praktikant zum Navigator, so könnte man mit wenigen Worten den "Steinigen" Werdegang beim Landesverband Lippe (LVL) umschreiben. Der Allgemeine Vertreter der Landesverbandsvorstheherin, Klaus Stein", ist am vergangenen Freitag nach 50 Dienstjahren in den Ruhestand worden. Von Heinrich Drake eingestellt und von Anke Peithmann verabschiedet, dazwischen lagen mit Arnold Ebert, Helmut Holländer, Joachim Bünemann, Hans-Joachim Niehage und Andreas Kasper für den künftigen Ruheständler nicht nur fünf weitere Vorsteher, sondern insbesondere 50 ereignisreiche Jahre, in denen er kurzfristig (2010/2011) als kommissarischer Vorsteher selbst an der Spitze des Verbandes stand. In der Gastronomie am Hermannsdenkmal verabschiedeten Freunde, Kollegen und langjährige Weggefährten Klaus Stein in den Ruhestand. Ein guter Grund für Kollegen und Freunde seine 50 Jahre in Dankesreden Revue passieren zu lassen und den Jubilar immer wieder zu Tränen zu rühren. Landesverbandsvorsteherin Anke Peithmann blickt auf eine relativ kurze Zeit der Zusammenarbeit zurück, aber die gemeinsamen fünf Jahre fasst sie mit Bewunderung für sein Engagement, sein Können und seine Art in mehreren Hypothesen zusammen. Zum einen sei Klaus Stein ein Phänomen, der durch seine ungewöhnliche Art auffiel. "Es kann nicht nur einen Klaus Stein gegeben haben", Sie glaubt, dass es einen Hightec-Stein gab, der vom Original nicht zu unterscheiden gewesen ist, anders konnte sie sich das unglaubliche Arbeitspensum, das er erledigte, nicht erklären. Er sei Nachfolger eines italienischen Legionärs, daraus resultierten seine Leidenschaft für die Sache und sein Kämpferwille. Außerdem und das dürfte ihn besonders gefreut haben, sein biologisches Alter könne maximal Mitte 40 betragen. Sie lobte weiter die enorme Bandbreite seines Könnens. 50 Jahre Dienst bei einer Behörde, das sei eine Leistung, auf die nur wenige Landesbeamte Nordrhein-Westfalens zurückblicken können. "Klaus Stein ist der Landesverband und heute hat er den aktiven Dienst quittiert als allgemeiner Vertreter der Verbandsvorsteherin, das höchste nicht-politische Amt beim Landesverband Lippe", so Peithmann. Andreas Meier, Personalratsvorsitzender des LVL bezeichnet ihn in seiner Laudatio als Landesfreund Lippe, der Menschen mag, die für eine Idee brennen. Detlev Hellfaier, ehemaliger Direktor der Lippischen Landesbibliothek erzählt von den Anfängen am 1. April vor 50 Jahren, als Klaus Stein als 16-jähriger Praktikant und angehender Verwaltungslehrling in der Bismarkstraße begonnen hat. Eingestellt wurde er von dem damaligen Landesvorsteher Heinrich Drake. "Er hat alle Erfolge und Misserfolge des LVL miterlebt", so Hellfaier und mit einem Augenzwinkern "eine geradezu biblische Dienstzeit, die sogar die Bauzeit des Hermanns-Denkmals übersteigt." Der Verbandabgeordnete Heinz-Rainer Krüger (CDU) bezeichnete Stein als eine Allzweckwaffe des LVL. Stein sei immer bestrebt gewesen, seinen LVL zu erhalten und nach vorne zu bringen. Mit einem eisernen Hermann für den Garten, einer Heinrich-Drake- Medaille und einem Blumenstrauß für Steins Ehefrau Siegrid bedankte sich Anke Peithmann. Sehr berührt griff Klaus Stein dann selber zum Mikrophon und bedankte sich für die vielen lieben und anerkennenden Worte. Er habe sehr gerne für den Landesverband gearbeitet, er liege ihm sehr am Herzen. "Ich habe nie verschwiegen, dass es mir schwer fällt zu gehen." Ihm sei es wichtig, dass heute viele Wegbegleiter den Tag mit ihm verbringen.
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"Erfolge und Misserfolge miterlebt"
"Urgestein" des Landesverbandes nach 50 Jahren in den Ruhestand verabschiedet
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