Für den kommenden Monat wird eine Fortsetzung des saisonalen Aufschwungs am Arbeitsmarkt erwartet, da zum Teil Wiedereinstellungen wegen der anhaltend kühlen Witterung noch ausstehen und Unternehmen nach den Osterferien verstärkt auch neue Arbeitskräfte einstellen. Dagegen stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Ausländer gegenüber Februar erneut deutlich um 137 auf 2.632 (+5,5 Prozent). In diesem steigenden Bestand bildet sich die sukzessive Aufnahme der Asylbewerber als Arbeitslose durch die Arbeitsagenturen ab. Von der im Gesamtergebnis gesunkenen Arbeitslosigkeit profitierten überwiegend die bei den Arbeitsagenturen (Arbeitslosenversicherung/SGB III) arbeitslos gemeldeten Menschen, deren Zahl um 274 auf 4.293 sank (-6,0 Prozent). Die Zahl der von den Jobcentern betreuten Männer und Frauen ging um 86 auf 9.477 zurück (-0,9 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat leicht um 0,1 Prozentpunkte auf 7,2 Prozent, sie liegt weiterhin unter dem Niveau des Vorjahres. Im März des vergangenen Jahres waren noch 345 mehr Männer und Frauen bei den Arbeitsagenturen und Jobcentern arbeitslos gemeldet, die Arbeitslosigkeit ist damit um 2,4 Prozent zurückgegangen.
Nach dem starken Zugang an neu gemeldeten offenen Stellen im Februar, ließ die neue Nachfrage nach Arbeitskräften im März etwas nach: 875 offene Arbeitsstellen wurden zur Besetzung gemeldet – 142 Stellen weniger als im Vormonat (-14,0 Prozent). In den ersten drei Monaten seit Jahresbeginn wurden 2.621 offene Stellen gemeldet, 91 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (+3,6 Prozent). Mit Blick auf die aktuell veröffentlichten Zahlen zum Ausbildungsstellenmarkt zog Ursula Rose, Vorsitzende der Geschäftsführung bei der Agentur für Arbeit Hameln, Halbjahresbilanz: "Die Kräfteverhältnisse auf dem Ausbildungsstellenmarkt verschieben sich zugunsten der jungen Menschen, die eine Ausbildung suchen. Zur Halbzeit des Berufsberatungsjahres gab es im März mehr gemeldete Lehrstellen, die noch unbesetzt waren, als gemeldete Bewerber um eine Ausbildungsstelle, die noch nichts gefunden hatten. Viele dieser bisher noch unversorgten jungen Menschen haben, neben der Suche nach einer Lehrstelle, noch die Option eines weiteren Schulbesuches in der Hinterhand. Um die Bewerber als künftige Azubis an sich zu binden, sollten sich Ausbildungsbetriebe schnell entscheiden und möglichst nach den Osterferien Zusagen verschicken." Für das aktuelle Berufsberatungsjahr, das vom 1. Oktober 2015 bis zum 30. September 2016 läuft, wurden Zahlen veröffentlicht. Bisher wurden insgesamt 2.374 Ausbildungsplätze zur Besetzung gemeldet, ein Plus von 24 Lehrstellen gegenüber März des vergangenen Jahres (+1,0 Prozent). Die Zahl der Jugendlichen, die sich bisher auf der Suche nach einer Lehrstelle bei der Berufsberatung als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet haben, ist gegenüber dem Vorjahr um 74 auf 2.506 gesunken (-2,9 Prozent). Damit hat sich das Ungleichgewicht zwischen den gemeldeten Ausbildungssuchenden und Ausbildungsstellen weiter verkleinert. Während die Zahl der arbeitslos gemeldeten Männer und Frauen in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg im März zurück ging (Hameln-Pyrmont: -3,8 Prozent / Schaumburg: -2,7 Prozent) stieg sie im Landkreis Holzminden an (+0,5 Prozent). Saisonale Ursache für die gesunkene Arbeitslosigkeit in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Schaumburg waren die verstärkten Arbeitsaufnahmen, wovon überwiegend die arbeitslos Gemeldeten im Versicherungsbereich der Arbeitsagenturen profitierten. Bei den gestiegenen Arbeitslosenzahlen im Landkreis Holzminden kommen die Flüchtlinge zum Tragen, die zunehmend bei der Arbeits- agentur, aber auch dem Jobcenter arbeitslos gemeldet sind. Im Vorjahresvergleich liegt die Arbeitslosenzahl in allen drei Landkreisen weiterhin unter dem Vorjahresniveau bei unterschiedlicher Ausprägung (Hameln-Pyrmont:- 1,8 Prozent; Holzminden: - 1,9 Prozent; Schaumburg: - 3,4 Prozent).
