1. Fachwerk war sehr viel bunter

    Mitgliederversammlung des Heimatverein Blomberg

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    Blomberg (la/lig). Einen interessanten Fachvortrag erlebten die Mitglieder des Heimatvereins im Anschluss an ihre Jahreshauptversammlung. Denn Dr. Heinrich Stiewe referiert darüber, dass Fachwerk früher sehr viel bunter war, als man es heute kennt. Zuvor wurden aber die Formalien der Versammlung vollzogen.

    Die stellvertretende Bürgermeisterin Ulla Hahne-Eichhorn und der stellvertretende Vorsitzende des Lippishen Heimatbundes, Willi Schirrmacher wiesen in ihren Grußworten auf die vielfältigen Aktivitäten des Heimatvereins hin und sie lobten die fachlich fundierten Veranstaltungsangebote und das Arrangement rund um das kleine Schuhmachermuseum einschließlich Ausstellungen in den Räumen der Stadtbücherei Blomberg. Der Vorsitzende, Erhard Oerder blickte in seinem Rechenschaftsbericht auf das vergangene Jahr zurück. Insgesamt 14 Veranstaltungen (Fachvorträge, Besichtigungen, Fahrten) wurden vom Ortsverein angeboten. Alle Veranstaltungen waren immer gut besucht, was zeige, dass der Ortsverein im vergangenen Jahr wieder einmal die richtigen Themen angeboten hatte. Höhepunkt des Jahres war aber die Sonderausstellung "Schuhe im Wandel der Zeit" als Ergänzung zur Schuhmacherwerkstatt im Gebäude der Stadtbücherei Blomberg. Auch die Teilnahme am Weihnachtsmarkt in Blomberg, der erstmals als Charles Dickens Festival durchgeführt wurde, kam bei den beteiligten Heimatvereinsmitgliedern gut an. Der Heimatverein präsentierte sich mit einem Informationsstand in Dr. Heinrich Stiewes Fachwerkhaus in der Kirchhofstraße. "Die Vorstandsmitglieder Hannelore und Wolfgang Budde öffneten beim Festival eigens ein englisches Cafe. Sie boten dort Tee, Kaffee und spezielles Gebäck und andere Leckereien an. Die Besucher waren begeistert", resümierte Oerder. Im Anschluss an den formalen Teil der Versammlung präsentierte Dr. Heinrich Stiewe einen interessanten DIA-Vortrag zum Thema: Rot, grau oder schwarz? Historische Farbigkeit im Fachwerkbau. Die interessierten Teilnehmer erfuhren dass die Fachwerkhäuser keineswegs immer schwarz oder braun und weiß gestrichen waren, wie wir sie heute kennen. Befunduntersuchungen zeigten, dass Fachwerkhölzer vielfach rot, grau, schwarz oder ockergelb gestrichen sein konnten – die Vergangenheit war viel bunter, als wir heute annehmen. An Beispielen aus Quedlinburg, Lemgo, Höxter oder auch Blomberg erläuterte unser Mitglied Heinrich Stiewe die historische Farbigkeit von Fachwerkbauten.

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