Oerlinghausen (kd). Einen unerwarteten Zuspruch hatte der jüngste Ausflug der Oerlinghauser SPD AG 60 plus. Für die Fahrt zum Detmolder Schloss fanden sich mehr als 40 Interessenten ein. "Mit so vielen Teilnehmern haben wir nicht gerechnet. Deshalb können wir den Teilnehmerbeitrag um einen Euro senken." Diese erfreuliche Mitteilung machte der Vorsitzende der AG, Bruno Heinz Weber, zu Beginn der Fahrt. Es zeigte sich sehr schnell, dass die meisten Mitreisenden das Schloss gar nicht oder nur "sehr lange zurückliegend" von innen kannten. Vielfach war zu hören: "Ich war hier zuletzt als Schulkind und habe immer einen Besuch vorgehabt. Aber in der nächsten Nähe schiebt man dies vor sich her".
In zwei Gruppen von jeweils über 20 Besuchern glitten die Teilnehmer mit ihren großen Filzpantoffeln durch die fürstlichen Säle. Jeder Raum bot besondere Eindrücke und Stilrichtungen. Allen fiel schnell die liebevolle Erhaltpflege und von historischer Verantwortung getragene Schonung der Möbel, Artefakte und vor allem der wertvollen Großvasen auf. Das Schloss ist ein Beispiel für nachhaltige und über Generationen hinweg betriebene Bau- und Kunsterhaltung. Wenn auch die meisten Daten und Namen schnell vergessen werden – der Besuch war allemal lohnend. Zeigte er doch die enge Verflochtenheit des lippischen Fürstenhauses mit dem Land und die heutige Bedeutung für die Stadt Detmold. Der Besuch fand seinen Abschluss in einem nahegelegenen Café bei detailreichen und in der Geschichte Lippes grabenden Gesprächen. Als verantwortlicher Organisator aus dem Vorstand der AG 60 plus erfuhr Friedhelm Bröker dabei reichen Dank und Zuspruch für seine Initiative. Die nächste Unternehmung der AG 60 plus findet am 14. April statt. Sie führt zur Sonderausstellung "Frauen in der Computergeschichte" im Heinz Nixdorf MuseumsForum.
