LOCCUM (jan). Eine politisch unkorrekte Gästeliste sei es, sagte Berbel Unruh schmunzelnd, die zu ihrer Verabschiedung als Direktorin der Evangelischen Heimvolkshochschule zusammengestellt worden sei. In kleinem Rahmen, aber herzlich, haben Menschen, die in unterschiedlichen Positionen für sie wichtig waren, sie aus Loccum ziehen lassen. Gemeinsam könnten sie noch vieles für die Erwachsenenbildung in Niedersachsen ausrichten, sagte Unruh. Damit meinte sie auf der einen Seite die Heimvolkshochschule (HVHS), in der sie acht Jahre zuvor als pädagogische Mitarbeiterin ihre Arbeit aufgenommen hatte. Auf der anderen Seite sah sie ihren neuen Arbeitgeber: den Landesverband der Volkshochschulen, dem sie künftig als Verbands-Direktorin vorstehen wird. Die vergangenen Monate, seit Unruh gekündigt habe, seien doch ganz anders gewesen, als in der freien Wirtschaft üblich, hatte zuvor der Vorstandsvorsitzende der HVHS, Frank Lehmeier, erzählt. Dort würden Leitende, die nach ihrer Kündigung zu Wettbewerbern gingen, sofort frei gestellt. Hier habe Unruh weiterhin konstruktiv gearbeitet und ihre volle Kraft in die Aufgabe investiert. Das Berbel Unruh gerne, sehr viel und sehr erfolgreich gearbeitet habe, bescheinigte ihr auch Gaby Kampe, Personal- und Finanzchefin der HVHS. Viele schöne, erfolgreiche und auch schwere Stunden hätten sie miteinander verbracht. Gute Ideen, viel Fantasie und eine sichere Hand bei der Leitung der Einrichtung bescheinigte ihr Martin Lechler, Superintendent im Kirchenkreis Nienburg. Die Nachfolge für den Direktoren-Posten soll nach der Hoffnung des Vorstandes bald geklärt sein. Dann dürfte die nächste Feierstunde eine Begrüßung statt eines Abschieds sein. Foto: jan
-
Abschied von der Heimvolkshochschule
Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum
