Oerlinghausen (kd). Der Ortsverein Oerlinghausen der Arbeiterwohlfahrt hat sich zum Ziel gesetzt, für Begegnungen seiner Mitglieder zu sorgen. Das Angebot ist vielfältig, es reicht vom Kartenspiel bis zum Computerkursus. Bei der Jahresversammlung wurde über die Aktivitäten des vergangenen Jahres berichtet. Jeden Dienstag zwischen 14 und 17 Uhr sind die Räume der AWO ("Stübchen") an der Hauptstraße geöffnet. An jedem zweiten Donnerstag im Monat wird ein Frühstückstreff angeboten. Hier sind dann alle Bürger eingeladen und das Angebot wird gern genutzt. "Diese Veranstaltung ist nicht mehr wegzudenken", sagte der Vorsitzende Reinhard Wollny. Im September 2016 wird der Frühstückstreff seit fünf Jahren bestehen. Seit zwei Jahren bietet Rudi Doil freitags einen Computerkursus für Senioren an. "So lernen sie sich und ihren Computer besser kennen", sagte Wollny. Ebenfalls am Freitag trifft sich die Tanzgruppe. Vor 30 Jahren, im November 1986 wurde sie gegründet. An den Ausflugsfahrten nahmen jeweils 40 bis 45 Personen teil. Sie führten unter anderem nach Hannover, nach Paderborn und zu einem Hersteller für Damenmoden. Im vergangenen Oktober konnte die AWO in Oerlinghausen das siebzigjährige Bestehen feiern. Trotz der vielfältigen Aktivitäten weist der AWO-Ortsverein Jahr um Jahr weniger Mitglieder auf. 2014 gehörten noch 154 Personen dazu, derzeit sind es 138. "Die Mitgliederentwicklung gibt auch weiterhin Anlass zur Sorge", meinte der Vorsitzende Reinhard Wollny. Erstmals blieb das "Stübchen" zum Weihnachtsmarkt geschlossen, berichtete der Vorsitzende. Grund war der rückläufige Besuch, da der Markt bereits am Stadthotel endet. Auch die Resonanz auf die Senioren-Weihnachtsfeier der Stadt, die von der AWO ausgerichtet wird, war geringer als sonst. "Es sind noch viele Plätze frei geblieben. Darüber müssen wir nachdenken", sagte Wollny. In seinem Grußwort dankte Bürgermeister Dirk Becker den viele ehrenamtlichen Helferinnen der AWO für ihre Arbeit. Dies sei nicht selbstverständlich. Er kündigte an, dass im Rathaus ein Ehrenamtsbüro geschaffen wurde. Es soll zu einer Anlaufstelle werden, da Ehrenamtliche oft mit Verwaltungsdingen überfordert seien. Becker sagte, dass Oerlinghausen in der Flüchtlingsfrage im Unterschied zu allen anderen Städten bislang auf einer Insel lebe. Der Bürgermeister sprach sich dafür aus, diese Menschen mit Offenheit schnellstens aufzunehmen und zu integrieren. Hier könne auch die AWO einen Beitrag leisten. Nach 18-jähriger Tätigkeit zog sich Anita Rutha aus dem Vorstand zurück. An ihrer Stelle wurde Margret Dittmar zur neuen Beisitzerin gewählt. Als zweiter Kassenprüfer wird Horst Steinkühler fungieren. Als Jubilare wurden Else Schnabel (70 Jahre Mitglied), Traute Mügge (30 Jahre sowie Hilde Leßmann, Martha Herdzina und Walter Bernhard für jeweils 25 Jahre geehrt.
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Kartenspiel bis Computerkurs
Großes Angebot, aber der Mitgliederschwund bereitet Sorgen
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