1. Hoffen auf trockenes Wetter

    Letzte Vorbereitungen für den Osterräderlauf getroffen

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    Lügde (afk). Es wird langsam ernst: Die letzte vorbereitende Aktion vor dem Stopfen der sechs Osterräder am Ostersonntagnachmittag auf dem Osterberg war am Donnerstagabend das traditionelle Drehen der Haselnussruten in der Dechenscheune im Dallensen. Die frischen, saftigen Haselnussruten werden benötigt, um die Strohbunde in den Speichen des Osterrades festzuzurren, damit das brennende Stroh während des Räderlaufes am Abend dann nicht zu schnell herausfällt. Zudem verbrennen sie selbst trotz der hohen Temperaturen aufgrund ihrer Frische nicht so schnell. In den letzten Tagen waren die langen Ruten geschnitten worden. Um flexibel in das jeweilige Rad eingearbeitet werden zu können, müssen sie zuvor gedreht werden. Das verlangt schon einige Muskelkraft der Dechen. "Maschinelle Hilfen gibt’s dafür nicht", sagt Reinhard Schlüter, Senior der Aktivengruppe und erfahrenster Deche. Wer verfolgen will, wie die Ruten in die sechs Osterräder eingearbeitet werden, kann das am Ostersonntag ab 15 Uhr auf dem Osterberg direkt neben dem Osterkreuz verfolgen, wenn die Dechen der Aktivengruppe bis etwa 18 Uhr die Osterräder für ihren abendlichen Feuerlauf vorbereiten.

    "Jetzt hoffen wir nur noch auf bestes Wetter", sagt Dechenverein- Pressesprecher Dieter Stumpe, der natürlich wieder ganze Verein auf möglichst viele Besucher zählt, die am Osterberg ab 21 Uhr das alljährliche Spektakel verfolgen wollen. Mit welchem Tempo die sechs Kolosse auf ihrem Weg ins Tal rollen, hängt letztlich auf vom Untergrund ab. "Damit sie Spitzengeschwindigkeiten von 50 bis 60 Kilometer pro Stunde erreichen, bedarf es schon eines harten und trockenen Bodens", erklärt Stumpe. Wer mehr von den Osterrädern und den Dechen sehen will, der kann am Ostersonntag ab 14 Uhr den Umzug durch die Lügder Altstadt verfolgen. Am Fuße des Osterberges werden dann die Zugpferde, die den Pritschenwagen mit den Räderrohlingen durch die Stadt gezogen haben, gegen Traktoren ausgewechselt, die den Anstieg bis zum Ablaufplatz neben Osterkreuz und Osterfeuer bewältigen. Sofort nach dem Eintreffen von Räderrohlingen und Strohwagen werden die Stopfarbeiten beginnen, die von Fotografen und Filmern stets gern aufgenommen werden. Spaziergänger können diesen Weg auch zu Fuß zurücklegen. Am frühen Abend wird das große Osterfeuer entzündet, das in den letzten Tagen bereits mit Brennmaterial "gefüttert" wurde. Jedes fertiggestellte Rad wird von Kanonier Michael Windemuth mit drei Böllerschüssen akustisch überall im Talkessel vernehmbar verkündet. Nach dem Lauf der Osterräder, der musikalisch vom Blasorchester Lügde begleitet wird, wird das Höhenfeuerwerk, das auf halber Höhe des Osterberges abgeschossen wird, für einen spektakulären Abschluss des Ereignisses sorgen. Für die Dechen schließt der arbeitsreiche Ostertag mit dem traditionellen Dechenschmaus im Dechenheim, bei dem dann auch eine erste Bilanz des Räderlaufes gezogen wird.

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