1. Da qualmten nicht nur die Köpfe

    Schüler präsentierten Ergebnisse der Experimentiertage

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    Rischenau (afk). Mathematik und Naturwissenschaften sind nicht unbedingt bei den meisten Schülern die Lieblingsfächer in der Schule. Häufig fehlt es dabei an interessant aufbereitetem Zugang zu diesem Stoff. Den will das SINUS-Projekt auf kindgerecht Weise ber eits im Grundschulalter verschaffen. Die Grundschule Rischenau ist eine solche SINUS-Schule und hat jetzt zum wiederholten Mal Projekttage durchgeführt.

    Im Klassenraum der 4a qualmt‘s. Der Geruch von Verbranntem macht sich breit im Gang. Aber dennoch kein Grund zur Beunruhigung: Hier zündeln Jungen und Mädchen unter Aufsicht auf feuerfeste Unterlagen mit Streichhölzern. Wie das gefahrlos geht, haben sie gleich zu Beginn von ihrer Lehrerin Angelika Gräler gelernt. An verschiedenen Schultischen wird mit dem Element Feuer gearbeitet. Wie lange brennt eine Kerze unter einer Glashaube unterschiedlicher Größe? Mit der Stoppuhr wird genau die Zeit bis zum Verlöschen gemessen. Warum brennt eine Kerze überhaupt? Kilian und Sven aus der vierten Klasse arbeiten hochkonzentriert. Mit geröteten Wangen werden die Experimente immer wieder neu begonnen. Schachtelweise brennen nach und nach die Streichhölzer auf. Der Geruch und der Qualm verlöschender Zündhölzer und Kerzen weckt natürlich die Neugier der Gäste an diesem Schlusstag der Experimentiertage. Auf die Frage: "Was zeigt ihr denn hier gerade?" bekommt der Interessierte von den jungen Forschern exakte Auskünfte mit den korrekten wissenschaftlichen Erläuterungen, auch wenn dann schon mal die Nachfrage beim Schulkameraden kommt: "Wie heißt das doch noch genau?" Nach den erfolgreichen Projekttagen in den vergangenen Jahren führte die Grundschule Rischenau wieder sogenannte "SINUS"-Tage durch. Seit 2007 besitzt die Grundschule Rischenau den Status einer SINUS-Schule und hat das auch in ihr Schulprogramm geschrieben Sie verfügt über einen eigenen SINUS-Raum, in dem der Material-Fundus lagert. Ziel einer solchen qualifizierten Schule ist es, den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht weiter zu entwickeln. "An speziellen Schultagen sollen die Experimentierfreude und das Erforschen naturwissenschaftlicher Zusammenhänge sowie die mathematisch-geometrischen Fähigkeiten der Kinder gefördert werden", erklärt Schulleiterin Barbara Gutenbeil. Der Blick in die acht Klassenzimmer lohnt sich: In der Klasse 2a von Stefanie Pollmann ist die Aufgabe, an einem an ein Nagelbett erinnernden Geobrett geometrische Formen zunächst zu erkennen und sie dann mit einem Gummiband nachzuformen. Die kleinen Hände sind geschickt und im Blitztempo haben sie Treppen, Sterne, Quadrate, Vielecke und ähnliches gezaubert. Die Klasse 1 von Katharina Kröger befasste sich im Sachunterricht mit dem Thema Wasser und seinen Eigenschaften, Martin Gräler näherte sich mit seinen Schulkindern mathematisch der Achsensymmetrie zum Beispiel mit dem Einsatz von Spiegeln. Julia Schmidts zweite Klasse baute Fahrzeuge aus den unterschiedlichsten Materialien, die schließlich eine schiefe Ebene als Teststrecke bewältigen mussten und nach Erfolg sogar einen TÜV-Stempel erhielten. Was Magnete bewirken können lernte die Klasse 3 von Loni Richert an verschiedenen Experimenten und zeichnerisches Talent. Räumliches Vorstellungsvermögen war bei Würfelgebäuden gefragt: Julia Schmidt hatte das mit der dritten Klasse auf Millimeterpapier erarbeitet. Mit Zirkel und Geodreieck zeichneten die Kinder der 4. Klasse von Barbara Gutenbeil, die nach den Sommerferien in weiterführende Schulen wechseln. Vier Tage lang hatten sich die 113 Schüler der Grundschule Rischenau voll und ganz auf die auf ihr Alter zugeschnittenen Projekte konzentrieren können. "Die Kinder sind immer mit Begeisterung und großem Wissensdurst bei der Sache", freut sich die Schulleiterin. Am Schlusstag dieser Experimentiertage hatten nun Eltern die Gelegenheit, sich die Arbeit ihrer Sprösslinge von denen mal zeigen zu lassen und auch selbst Forscher-Aufgaben zu lösen.

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