1. König bekommt Parademarsch

    Schützenbruderschaft holt ausgefallenes Spektakel nach

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    Lügde (afk). Die Generalversammlung der Schützenbruderschaft St. Kilian Lügde befasste sich vornehmlich mit der Aufbereitung des letzten Jahres und den Vorbereitungen für das Schützenfest vom 9. bis 11. Juli. Hier wird es ein paar Veränderungen geben. Thomas Schaper hatte zunächst noch einmal die Aktivitäten der Schützenbruderschaft in Erinnerung gerufen. Dabei stand das Bezirks-und Stadtschützenfest, das in Lügde gefeiert wurde, natürlich im Mittelpunkt. Ausgerechnet beim Höhepunkt, dem großen Festmarsch mit den vielen Gastvereinen, herrschte wie auch am Montag miese Witterung. Darunter litt dann schon einiges, auch wenn die Stimmung trotz allem gut war. Aber ein Spektakel, der sehr beliebte Parademarsch auf dem Rasen der Emmerkampfbahn, musste aufgrund des rutschigen Untergrunds an beiden Tagen ausfallen. "Leidtragende" waren Schützenkönig Rafael Jaron mit Königin Daniela und die Hofdamen – man sei so um die Ehre der Abnahme dieses Parademarsches gekommen, schrieb er in der Begründung zu einem ungewöhnlichen Antrag. Sein Vorschlag: Dieses Spektakel sollte noch vor der Proklamation des neuen Königs am Samstagnachmittag nachgeholt werden. Die St.-Kilian-Mitglieder stimmten diesem Antrag einstimmig zu mit dem Hinweis, dass es bei dieser Ausnahme bleiben soll. Auch schießsportlich hat sich einiges im letzten Jahr bei der Schützenbruderschaft getan. Schießmeister Uwe Jagalla berichtete von zahlreichen Schießen in Wettkämpfen und um Trophäen und Preise. Besonders lobte er Schützenkönig Rafael Jaron, der beim Schießen um die Ehre des Stadtschützenkönigs vor wenigen Wochen in Rischenau souverän den Titel gewann.

    Veränderungen wird es beim Katerfrühstück am Schützenfest-Montag im Festzelt geben: Dabei soll auf Wunsch der Schützen nicht mehr der "Lufthansa-Teller", wie Brudermeister Dietrich Günnewich den bisher gereichten gemischten Wurst- und Käseteller nannte, serviert werden. Ab sofort gibt es je nach Wunsch rohes Mett mit Zwiebeln oder eine Mett-Frikadelle zur Stärkung. Reine Aufwertung soll die auf mehr als 60 Mitglieder angewachsene Jungschützenabteilung erfahren. "Zum Schützenfest erhält sie eine eigene Standarte", kündigte der Brudermeister an und verwies dabei auf einen Vorstandsbeschluss. "Ich weiß, das bedeutet etwas mehr Verantwortung, etwas früher aufstehen und ein klein wenig mehr Disziplin", fasste Dietrich Günnewich die Auswirkungen zusammen. "Andererseits ist sie von hohem Symbolwert und sie bescheinigt der Schießgruppe der Jungschützen den gleichen Status wie den anderen Zügen." Durch ein solches identitätsstiftendes Symbol gelinge es, den Nachwuchs noch besser in die Schützenbruderschaft zu integrieren und damit auch darauf vorzubereiten, einmal selbst Verantwortung im Verein zu übernehmen. Ansonsten bleibt alles wie in den letzten Jahren. Das Rauchen im Zelt ist tabu und Getränke dürfen nicht aus dem Zelt gebracht werden. "Darauf wird wieder ein Sicherheitsdienst achten", erklärte Günnewich. Das sei zuletzt erfolgreich gewesen, denn der beklagte Glasbruch wurde dadurch erheblich reduziert.

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