Kreis Lippe/Detmold (rto/nok). Taschenlampen, wetterfeste Kleidung, und Navigationsgerät – das waren die wesentlichen Utensilien, mit denen die Lippischen Fünfkämpfer am vergangenen Mittwoch in der Dämmerung durch das Waldgebiet am Donoperteich streiften. In Sechser-Teams gingen die acht teilnehmenden Mannschaften der vom Interakteam Detmold organisierten und von Lippe aktuell, der Werbeagentur "Men at Work" sowie der IHK-Standortkampagne unterstützten Firmenchallenge an den Start zur zweiten Spielrunde. Geo-Caching stand auf der "Menüekarte" des erstmalig durchgeführten Wettbewerbs. Das Sextett des Kommunalen Rechenzentrums (Die "Inkrediblez") setzte bei der digitalen Schatzsuche im Naherholungsgebiet am Fuße des Hermanns deutliche Maßstäbe und überquerte nach gerade einmal 43 Minuten und sechs Sekunden die "Ziellinie". Etwa sieben Minuten länger benötigte das zweitplatzierte Team der Wewers GmbH zur "Schatzhebung". Wie schon beim Eisstockschießen (1. Disziplin) belegte das Team von "OL – Gut in Form" den dritten Platz der Tageswertung. In der Zwischenwertung des Lipper Fünfkampfs liegen die Blomberger Kunststoffexperten mit insgesamt 12 Punkten denkbar knapp hinter den beiden gemeinsam führenden Teams der Heitmeier GmbH und der "Inkrediblez" (jeweils 14 Punkte). "Lipper sind streitlustig, kämpfen aber immer fair"– unter diesem Motto stand auch die zweite Spielrunde des Lipper Fünfkampfs, bei dem sich die Teams allerdings nur vor dem Start und nach der Schatzhebung begegneten. Geocaching ist die moderne Art der Schnitzeljagd. Die Mannschaften bekamen einen GPS-Sender in die Hand und eine kurze Einweisung in ihrer Aufgabe. Währende die "Schatzsuche” am Tage schon spannend ist, kam hier scheinbar erschwerend die Dunkelheit hinzu. Zusätzlich wurden die Teilnehmer durch den Wettbewerbscharakter motiviert. Sechs Chaches (Verstecke) galt es auf einer etwa zwei Kilometer langen Runde zu finden. Waren die ersten fünf Verstecke durch vorgegebene Koordinaten klar definiert, mussten die Breiten- und Längenangaben des finalen Verstecks durch Rätsellösungen aus den ersten Verstecken ermittelt werden. Das alles geschah unter Zeitdruck, denn mit der "Hebung" des letzten digitalen Schatzes endete das Spiel. Zeitversetzt entschwanden die Teilnehmer von Deutsche Bank aktiv, Wewers, Online Masters und Heitmeier entschwanden nach der Einweisung in das Spielsystem und mit den GPS-Geräten ausgerüstet genauso in die dunkle Natur wie die Mannschaften von Turck@Detmold, "Inkrediblez", Fuks und OL – Gut in Form. "Die Teilnehmer haben die Gegend am Donoperteich mit anderen Augen und in einer für sie sicher ungewohnten Umgebung kennengelernt. Wir haben allen auch eine Rufnummer für eventuelle Notfälle mitgegeben", sagte Kai Richtsmeier von Organisatoren des Interakteams aus Detmold. Navigation, Orientierungssinn und Rätselspaß, aber auch ein Mindestmaß an Sportlichkeit waren an diesem Abend im dunklen, lippschen Forst gefragt. Das Navigationsgerät zeigte den Weg, an den Fundorten waren kleine Reflektoren angebracht, die zeigen sollen, wo der Cash liegt. Was eigentlich erschwerend wirken sollte (Suche im Dunkeln) erwies sich durch die Reflektoren letztlich sogar als Erleichterung. "Ganz so einfach haben wir es den Teilnehmern aber nicht gemacht, denn der Schatz war natürlich nicht direkt am jeweiligen Reflektor angebracht", so der Spielleiter Kai Richtsmeier. Waren die Schätze gehoben, galt es ein Rätsel zu lösen, aus deren Antworten sich letztlich die Koordinaten der des Final Caches ergaben. Manchmal wurde in den Gruppen über die Rätsellösungen heftig diskutiert, was letztlich auch nicht ausnahmslos zur richtigen Lösung der Logistikfragen und Rechenaufgaben führte. Weil die Lipper Fünfkämpfer bei dieser Disziplin nur im eigenen Team im Wald am Donoperteich unterwegs waren und zu unterschiedlichen Zeiten am Ausgangsort wieder eintrafen, hat es unmittelbar nach der Spielrunde am Donoperteich keine Siegerehrung gegeben. Nur eine warme Suppe wartete auf die sicher durchgefrorenen Teilnehmer. Die Siegerehrung erfolgt so erst vor der nächsten Disziplin, dem "Bogenschießen" am 22. Mai im Detmolder Freilichtmuseum. "Dort werden die Karten des Fünfkampfwettbewerbes wieder neu gemischt. Abgeschlagen ist nach zwei Disziplinen niemand. Mit einem Tageserfolg und damit verbundenen 10 Punkten ist man wieder voll im Geschehen", motiviert Kai Richtsmeier die Spielteilnehmer. Letztlich kann zwar nur ein Team gewinnen, entschieden ist aber noch nichts. Das Bogenschießen und alle weiteren Disziplinen des Lipper Fünfkampfs werden wieder in einen Turniermodus ausgespielt, sodass es dann unter den teilnehmenden Teams auch wieder kommunikativer zugehen wird.
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Im "Sauseschritt" durch die Dämmerung
Zweite Spielrunde im Firmenwettbewerb – Digitale Schatzsuche am Donoperteich
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