Leopoldshöhe (kd). Der Heimathof in Leopoldshöhe ist ein wichtiger Anlaufpunkt für den Heimatverein. Hier hat sich im vergangenen Jahr eine Menge getan. "Pflege und Erhalt des Anwesens nimmt sehr viel Zeit in Anspruch", sagte der Vorsitzende des Vereins, Helmut Eikermann. Bei der Jahresversammlung wurde jetzt eine Bilanz für 2015 gezogen.
So hat die Handwerker-Gruppe drei neue Aktive begrüßen können, sie umfasst jetzt 24 Mitglieder, wie Rudi Strunk für die Gruppe berichtete. Jeden Dienstagvormittag sind zwölf bis 18 von ihnen auf dem Heimathof mit Pflege- und Reparaturarbeiten beschäftigt. Unter anderem wurden das Backhaus komplett neu aufgebaut, die Würstchenbude und ein Zeltdach erneuert. Auf der anderen Seite hat die Umwelt- und Naturgruppe neue Pflanzen gesetzt und sämtliche Nistkästen gereinigt. Dies war erforderlich, weil sie alle besetzt waren. Das Museum war an den 31 Öffnungstagen überaus gut besucht. Eberhard Tietze und Melitta Schindler registrierten 3.350 interessierte Gäste. Acht Brautpaare haben das Museum für ihre Trauung gewählt. Da Karl-Heinz Koch nach neun Jahren sein Amt als Archivar zur Verfügung stellte, wurde Inge Hoffmann zur neuen Fachwartin begrüßt. Der Vorsitzende des Heimatvereins, Helmut Eikermann, berichtete, dass die zahlreichen Veranstaltungen sehr gut angenommen werden. Beispielhaft nannte er das Wurstebreiessen, den Mäh- und Dengelwettbewerb, das Kartoffelfest sowie die monatlichen gemütlichen Nachmittage. "Sorge machen uns nur die Verschmutzung und Randale durch ungebetene Gäste", sagte er. Die "Leopoldshöher Musikanten" (früher Akkordeon-Orchester) ist bei acht Veranstaltungen aufgetreten. Ein Musiklehrer gibt der Gruppe als neues Mitglied wichtige Impulse. Die Wandergruppe hat im vorigen Jahr zwölf Touren durchgeführt, an denen insgesamt 430 Personen teilgenommen haben. Im Durchschnitt gingen 36 Personen mit. Und das Interesse hält an: Auch die 35 Wanderwoche in diesem Jahr ist bereits ausgebucht, berichtete Hans Koppmann. Der Heimatverein konnte 2015 ein ordentliches Plus erzielen, sagte Kassenwart Hans-Joachim Herrmann. Nicht zuletzt vor diesem Hintergrund wurden sämtliche Mitglieder des Vorstands in ihren Ämtern bestätigt. Dr. Stefan Wiesekopsieker vom Lippischen Heimatbund erläuterte, dass im Herbst eine Beitragserhöhung beschlossen werden soll. Bürgermeister Gerhard Schemmel erwähnte, dass an der Stelle der Festhalle in Asemissen ein Kindergarten errichtet werde. "Das ist doch ein schönes Symbol", meinte er. Im Vorgriff auf die Entwicklung versammelten sich die Mitglieder des Heimatbundes erstmalig nicht in der Festhalle, sondern im Heimathof an Festzelttischen. "Wir müssen hier alle etwas zusammenrücken", meinte Helmut Eikermann unter Hinweis auf die räumliche Enge. "Aber es wird schon werden." Die Größe des Vereins ist mit 551 Mitgliedern stabil geblieben. Für 25-jährige Zugehörigkeit wurden Claudia Albri, Else und Werner Kampmeier, Erika und Hans Koppmann, Helga Küster, Cordt-Adolf Nebel, Hans-Dieter Schlingmann und Anni Friedhof geehrt. Das vierzigjährige Bestehen des Heimatvereins soll am 7. August mit einem Sommerfest gefeiert werden. Es findet selbstverständlich auf dem Heimathof statt.
