Augustdorf (ck). Die Gaststätte "Wenzels Ratstuben" hat kürzlich den majestätischen Rahmen für den Augustdorfer Schützenball gebildet. Viele befreundete Schützenvereine waren der Einladung der Bürgerschützengilde gefolgt, um gemeinsam ausgelassen zu feiern.
Dieses Mal wurden die Augustdorfer nicht von seinen Majestäten repräsentiert – aufgrund mehrerer Todesfälle im vergangenen Jahr wurde der Entschluss gefasst, kein Königspaar zu küren – aber Pressewart Lothar Orzech zeigte sich zuversichtlich: "Wir haben vor zwei Jahren das letzte Mal in Hörste gefeiert, aber im Sommer werden wir ein neues Königspaar vorstellen können." Eine Gruppe von Anwärtern für den Königstitel habe sich schon gebildet. "Dann entscheidet das Glück beim Schießen", erklärt er. Bevor gefeiert wurde, empfing der Augustdorfer Oberst Manfred Ostländer die Gastvereine aus Stukenbrock, Detmold, Meiersfeld-Rödinghausen und Horn-Bad Meinberg und führte sie standesgemäß in den Ballsaal. Dort wurden die Königspaare samt Hofstaat vom jüngst gewählten Vorsitzende Bernd Drohn, stellvertretend für den Thron, gebührend begrüßt. Drohn freute sich auf einen gelungen Abend, ganz im Zeichen der Freundschaft. Dass der Schützenball nicht wieder in Hörste stattfand, hat den Hintergrund, dass viele Mitglieder den Wunsch geäußert hatten, im eigenen Ort zu feiern. "Wir sind heimgekehrt", kommentierte der Vorsitzende den Beschluss. Für Stimmung im Festsaal an der Pivitsheider Straße sorgte ein DJ. "Wir haben auch diesmal keine Band, sondern haben uns erneut für DJ Daniel Pankoke entschieden, der uns das zweite Mal musikalisch unterhalten und in Schwung bringen wird", so Orzech. Mit Blick auf die Reihen der eigenen Schützen an den Tischen kam beim Pressewart allerdings ein wenig Wehmut auf. "Wir haben leider ein Problem mit dem Nachwuchs. Dieser Mitgliederschwund sollte durch die aktive Jugendarbeit unserer weiblichen und männlichen Jungschützen aufgefangen werden. Leider ist das Ergebnis nicht sehr befriedigend", so Orzech, der weiter berichtete, dass von den etwa 100 Mitgliedern die meisten bereits das 70. Lebensjahr erreicht haben. Doch mit den Klängen zünftiger Tanzmusik rückten die Sorgen ersteinmal in den Hintergrund: Die Stimmung wechselte zu ausgelassen und fröhlich, Gastgeber und Gäste tauschten sich aus, schwangen gemeinsam das Tanzbein und feierten viele Stunden ausgiebig.
