1. Streichklasse besucht Musikhochschule

    Landesfachtag für Klassenmusizieren

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    WUNSTORF (tau). Die Streichklasse Wunstorf ist Gast an der Hannoverschen Hochschule für Musik, Theater und Medien gewesen. Die 30 Zweitklässler der Albert-Schweitzer-Schule haben dort beim ersten Landesfachtag für Klassenmusizieren gezeigt, wie sie lernen und was sie schon alles können. Zwei Stunden lang durften Musiklehrer, Instrumentallehrer und Musikstudenten die Grundschüler beim Lernen beobachten und anschließend Fragen stellen. Die Kinder nahmen das gelassen, waren aufmerksam, aber auch selbstbewusst.

    Die Streicherklasse Wunstorf ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Musikschule Wunstorf und der Grundschule "Albert Schweitzer". Die Kinder haben vier Jahre lang – also ihre gesamte Grundschulzeit – zwei Wochenstunden Streicherunterricht zusätzlich zu einer Musikstunde im Klassenverband. Sie werden von einer Musiklehrerin und zwei Musikschullehrern gemeinsam unterrichtet. Die Konzepte für das Klassenmusizieren sind mittlerweile vielfältig: Bläser-, Band-, Chor-, Keyboard-, Percussion- oder Streicherklasse. Der "Fachtag Klassenmusizieren 2016" gab interessierten Lehrkräften, Referendarinnen und Referendaren sowie Studierenden des Faches Musik eine Orientierung bei der Auswahl von Klassenmusizierkonzeptionen. Die Veranstaltung des Landesmusikrats umfasste Kurzreferate, Unterrichtspräsentationen, Infotische, eine Verlagsausstellung und einen Workshop. Klassenmusizieren hat sich mittlerweile sowohl in der Primar- als auch Sekundarstufe I zu einem Schwerpunkt des Musikunterrichts entwickelt. Nicht zuletzt wegen der vielfältigen außermusikalischen Lerneffekte, wie dem Aufeinanderhören, der Übernahme von Verantwortung, der Stärkung des Selbstbewusstseins und der Förderung des Teamgeistes in der Klasse, ist das gemeinsame Musizieren im Klassenzimmer und im Schulkonzert nicht mehr wegzudenken. Klassenmusizieren beinhaltet einerseits das Erlernen eines Instruments im Musik- und begleitenden Instrumentalunterricht, andererseits stellt es eine wichtige Methode zur Vermittlung zahlreicher für den Musikunterricht geforderter Kompetenzen dar. Es ist eine große Herausforderung für die Schulmusiklehrkräfte, gemeinsam mit Instrumentalpädagogen qualitativ fundiertes Instrumentalspiel zu vermitteln und dabei dennoch nicht die Curricula des Musikunterrichts aus den Augen zu verlieren. Foto: privat

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