1. Wenn zwei sich zusammentun...

    Nils Grube und Susen-Ann Sandrock stellen gemeinsam aus

    Dieser Eintrag wird bereitgestellt durch Schaumburger Wochenblatt | Impressum

    Detmold (bc). "Synergies"– Zusammenschluss, Zusammenarbeit – unter dieses Motto stellen Nils Grube und Susen-Ann Sandrock ihre Werke, die zurzeit in der Produzentengalerie 13.14 ausgestellt sind. Es ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit, die vor zehn Jahren begann. Von Anfang an bestand zwischen den beiden Künstlern ein großes Interesse an der kreativen Arbeit des anderen. Aus regem gedanklichem Austausch entwickelten sich die ersten Versuche der praktischen Zusammenarbeit. Und dies in den so unterschiedlichen Medien wie der Bildhauerei und der Fotografie.

    Nils Grube, geboren 1970, ist der Künstler für die großen Formate. Nach dem Masters Fine Art hat er Jahre in England gelebt und gearbeitet. Nach seiner Rückkehr festigte er seine praktischen Fähigkeiten als Geselle im Tischlerhandwerk. Und so sind seine Skulpturen und Objekte auch aus Holz. Stämme und Äste bearbeitet Nils Grube mit Kettensägen und Winkelschleifer, Sperrholz - wie beim großen Buchstabenkopf - mit der Stichsäge. Die Oberflächen gestaltet er mit einer Flex mit Drahtbürstenaufsatz. Beeindruckend die Ästhetik, die man beim Einsatz solcher Werkzeuge nicht unbedingt erwartet. Schriftzüge auf seinen Objekten verbreiten kleine Botschaften. Nils Grube sagt: "Dies sind meine Gedichte für Bildhauer". Anfassen seiner Arbeiten ist nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Wie bei der Scheibe aus Sperrholz, aus der Buchstaben ausgeschnitten wurden. Griffbereit liegen sie daneben und fordern geradezu dazu auf, das Puzzles zusammenzufügen. Die Fotografin und Tattoo-Artistin Susen-Ann Sandrock, 1977 in Lemgo geboren, teilt sich seit einem Jahr mit Nils Grube ein Atelier bzw. eine Werkstatt. Ihre fotobasierten Arbeiten reflektieren diese Zusammenarbeit. So fotografiert sie die Skulpturen und Objekte von Nils Grube, arrangiert drei Fotos so, dass sie eine eigene Aussage finden, druckt sie auf Leinwand, um sie dann so lange mit Wachs zu "streicheln", bis eine feine, klare Oberfläche entstanden ist. Ihre Fotografien lassen innehalten, fordern geradezu heraus, sich mit ihnen auseinanderzusetzen und weisen so den Weg wieder zu den Objekten von Nils Grube. Wie heißt es so schön: 1 + 1 = 3. Diese Rechnung geht hier auf. Zu sehen ist die Ausstellung noch bis zum 5. April in den Räumen an der Richthofenstraße 3 – mittwochs 15 bis 18 Uhr und samstags 11 bis 14 Uhr.

  2. Kommentare

    Bitte melden Sie sich an