Oerlinghausen (kd). "Was die jungen Leute im vergangenen Jahr geleistet haben, hat mich umgehauen. Das war eine ganz bravouröse Leistung." Mit diesen Worten lobte Dr. Horst Rodekamp, Vorsitzender des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Oerlinghausen, die Mitglieder der Rotkreuzgemeinschaft. Bei der Jahresversammlung wurde berichtet, dass sie bei Sanitätsdiensten 2015 wesentlich mehr Zeit im Einsatz waren.
"Im vergangenen Jahr haben wir mehr Dienste übernommen, die sich über mehrere Tage erstreckten", erläuterte Lars Kilian Brade, Leiter der Rotkreuzgemeinschaft. Unter anderem wurden die Helfer des DRK erstmalig für die Wikingertage im Archäologischen Freilichtmuseum und für das Flugplatzfest angefordert. Auf diese Weise erhöhte sich die Zahl der geleisteten Stunden von 925 auf 1.262 – ein Anstieg um mehr als ein Drittel. Jedes Mitglied der Rotkreuzgemeinschaft war im vergangenen Jahr 204 Stunden ehrenamtlich im Dienst. Außerdem konnten weitere Helfer gewonnen werden. Nach einer Werbeaktion an der Heinz-Sielmann-Schule kann die Rotkreuzgemeinschaft jetzt auf 17 Aktive zurückgreifen. Zuvor waren es elf gewesen, berichtete Brade. Wie Dr. Rodekamp bereits im Vorjahr angekündigt hat, konnte das DRK im Juni 2015 ein drittes Fahrzeug gebraucht vom Kreisverband übernehmen. Allerdings dauerte es noch ein halbes Jahr, bis der Chip für das digitale Funkgerät vorlag. Solange konnte das Fahrzeug nicht eingesetzt werden. "Ein Albtraum", meinte der DRK-Vorsitzende. Erfreuliches konnte hingegen Ulrike Jaehn berichten, denn der sogenannte Schwimmbus beging ein Jubiläum. Seit zehn Jahren fahren jeden Freitag 30 bis 40 Oerlinghauser gemeinsam zur Wassergymnastik ins Vitasol nach Bad Salzuflen. Sie tun etwas für ihre Gesundheit, pflegen aber zugleich soziale Kontakte, wie Ulrike Jaehn betonte. Bei der Organisation wirken auch Heidi Riesenberg und Ingrid Fenner mit. Die Blutspendebeauftragte Ingrid Mertens teilte mit, dass 611 Oerlinghauser dem Aufruf gefolgt sind, Blut zu spenden. Damit wurde wieder das Ergebnis des Vorjahres erreicht. In Helpup sank die Zahl der Spender auf 137, allerdings wurden auch nur zwei Termine angeboten. Das DRK ist vor allem daran interessiert, junge Menschen zu gewinnen, da die langjährigen Spender aus Altersgründen weniger werden. Kassiererin Brigitte Henseleit berichtete von einer soliden Haushaltslage. Die frei gewordene Position des stellvertretenden Vorsitzenden nimmt Ulrich Fillies ein. Er wurde einstimmig von der Versammlung gewählt. Dr. Horst Rodekamp gratulierte Ulrike Jaehn zur Auszeichnung mit dem Lippischen Ehrenring. Damit wurden auch ihre Verdienste als frühere DRK-Vorsitzende gewürdigt. Ferner wurden zwei DRK-Mitglieder aus Oerlinghausen für ihren Einsatz in überschwemmten gebioeten in sachsen-Anhalt geehrt. Von Ministerpräsident Dr. Rainer Haseloff erhielten Christoph Bollhorst und Patrick Theissen im vergangenen Jahr die Fluthelfernadel.
