LAUENAU (al). Zum 65. Kreisschützentag treffen sich die Delegierten des Verbands Deister-Süntel-Calenberg am Sonntag, 13. März, um 9 Uhr im Lauenauer Sägewerk. Überschattet wird die Veranstaltung von weiter sinkenden Mitgliederzahlen im regionalen Schießsport. Binnen neun Jahren sanken diese um mehr als 25 Prozent von 3657 in 2008 auf derzeit 2696 Personen. Jährlich verlieren die Schützenvereine im Gebiet des ehemaligen Kreises Springe rund hundert Mitglieder. Vier der ursprünglich 35 Vereine haben sich bereits aufgelöst, zuletzt der 1952 gegründete SV Horrido Nienstedt. Allerdings gibt es auch Gemeinschaften mit neuerdings wieder steigender Tendenz. So konnte die Schützengilde Lauenau als derzeit größter Verein im Kreisverband nach mehrjährigen Rückgängen ein Plus von neun Aktiven erreichen.
Das generelle Mitgliederminus bringt den Kreisverband zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. So soll am Sonntag über eine Beitragsanpassung von 50 Cent pro Mitglied ab 1. Januar 2017 beschlossen werden. Kreisvorsitzender Wilfried Mundt will die Delegierten um entsprechende Zustimmung bitten. Eine andere Sorge treibt ihn hinsichtlich der traditionellen Feierlichkeiten um. Schon für 2015 hatte sich kein Ausrichter für das Kreisschützenfest gefunden, sodass im Lauenauer Sägewerk eine "Königsfeier" stattfinden musste. Diese könnte beispielhaft gewesen sein. Zwar gibt es für 2016 mit dem Feggendorfer Deister-Schützencorps einen Fest-Organisator. Doch Anträge für die Jahre ab 2017 sind derzeit noch nicht in Sicht. In sportlicher Hinsicht zeigt sich der Kreisvorstand zufrieden über die Ergebnisse. 241 Starts auf Landesebene bedeuteten eine Steigerung um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr. 27 Platzierungen auf den ersten drei Rängen entsprechen in etwa der Quote von 2014. Neben dem Vorderlader-Bereich, der besten Disziplin sind die Bogenschützen weiter im Kommen. Arno Arends vom VfL Concordia Alvesrode wurde mit dem Blankbogen Deutscher Meister.