REGION HANNOVER (mk). Die Arbeitslosigkeit im Februar ist gegenüber dem Vormonat um 99 Personen saisonal bedingt gestiegen. Der Arbeitslosenbestand blieb mit 47.636 Personen unter dem Vorjahreswert (-2.026). Die Arbeitslosenquote liegt damit über beide Rechtskreise bei 7,8 Prozent. Insgesamt hatten sich 10.318 Personen im Februar arbeitslos gemeldet, 1151 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Gleichzeitig gab es 10.240 Abgänge aus der Arbeitslosigkeit, 875 Personen mehr als im Vorjahresmonat. Durch Aufnahme einer Erwerbstätigkeit, einer Ausbildung und Eintritte in Maßnahmen konnten 5.631 Personen ihre Arbeitslosigkeit beenden. Bei der Gruppe der 15 bis unter 25-Jährigen ist die Arbeitslosigkeit zum Vormonat auf 4.375 Personen (304) gestiegen. Zum Vorjahresmonat war dies ein Rückgang um 138 Personen. Die Arbeitslosigkeit bei der Personengruppe der Ausländer stieg gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,6 Prozent. Bei der Gruppe der Deutschen sank sie um 8,6 Prozent. Die Gruppe der Arbeitslosen, die länger als ein Jahr arbeitslos waren, kann von der positiven Entwicklung inzwischen ein wenig profitieren. Dies gilt auch für den SGB II - Bereich. In der Grundsicherung (SGB II) waren 18.499 Personen (-379 zum Vorjahresmonat) länger als ein Jahr arbeitslos. Im Bereich der Arbeitslosenversicherung (SGB III) waren es 1216 Personen (-393 zum Vorjahresmonat). Ergänzend zur gesetzlich definierten Arbeitslosenzahl veröffentlicht die Agentur für Arbeit Angaben zur Unterbeschäftigung. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen auch Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber ohne Beschäftigung waren. Die Unterbeschäftigungsquote stieg auf 9,9 Prozent. Das Stellenangebot stieg im Februar zum Vormonat um 257 Stellen. 8.628 Stellen waren gemeldet, ein deutlicher Anstieg um 1313 (+17,9%) Stellen zum Vorjahresmonat.
Die Lageeinschätzung des gemeinsamen Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit Hannover und des Jobcenter Region Hannover: Der Personalbedarf im Handwerk steigt wieder (z.B. Maler, Lackierer). Auch über die Zeitarbeit gibt es hier Einstiegschancen. Anhaltende Nachfrage nach Wach- und Sicherheitspersonal. Der Arbeitskräftebedarf im Bereich Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und öffentliche Verwaltungen, öffentliche Sicherheit hält an. Gute Chancen bestehen im Bereich Call Center. Dabei werden auch Personen mit guten Fremdsprachenkenntnissen (z.B. spanisch) gesucht. Einen starken Stellenanstieg gibt es im Gesundheitswesen.