1. Sprungturm fürs Freibad

    Förderverein bereitet alte Saison auf und freut sich auf die neue

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    Elbrinxen (afk). Noch scheint die Freibadsaison in einiger Ferne, aber hinter den Kulissen werden bereits die Vorkehrungen getroffen, dass die Freizeitanlage auch im Lügder Ortsteil Elbrinxen pünktlich zum 1. Mai betriebsbereit ist. Bevor es losgehen kann, muss aber noch das ein oder andere Problem gelöst werden, bekannte der 2. Vorsitzende des Fördervereins und Schwimmmeister Marc Zachert jetzt im Rahmen der Jahreshauptversammlung. Zwei Projekte sind schon aufwendiger.

    Ein Unfall mit einem Jungen im letzten Sommer, der beim Sprung vom Dreimeter-Brett statt im Wasser auf der steinernen Umrandung landete und sich verletzte, hatte zur Sperrung des Drei-Meter-Sprungturms geführt. Ein Desaster einerseits für die Attraktivität des kleinen Bades, vor allem aber für die DLRG, die den Turm für die Ausbildung ihrer Rettungsschwimmer unbedingt benötigt. Mit der Stadt Lügde wurde dann aber beschlossen, einen neuen, den Sicherheitsanforderungen angepassten neuen Sprungturm aus V4A-Stahl für 20.000 Euro anzuschaffen, der zur Saisoneröffnung dann auch stehen wird. Er wird allerdings kein wippendes Sprungbrett mehr sondern eine starre Plattform haben, weil das Schwimmbecken zu schmal sei. Die erforderlichen Fundamente muss der Förderverein in Eigenleistung erstellen. "Aber wir werden weiter einen Sprungturm haben", ist Förderverein-Vorsitzender Bertram Wegner ebenso erleichtert wie Nils Heineker als DLRG-Vertreter Größere Kopfschmerzen bereitet allerdings ein zweites Problem. "Seit etwa zwei Jahren haben wir immer größere Wasserverluste im großen Becken festgestellt", berichtete Marc Zachert. Auf der Suche nach der Ursache sei man zwar systematisch vorgegangen, ohne fündig zu werden und machte die Dimension deutlich: "Zuletzt sank der Wasserspiegel an jedem Tag um zehn Zentimeter." Der Verlust von rund 50 Kubikmeter Wasser musste täglich natürlich wieder teuer ausgeglichen werden. Schließlich fand man am Westrand des Beckens in drei Meter Tiefe einen sich vergrößernden Haarriss. "Gerade hier herrschen jedoch sehr schwierige Bodenverhältnisse", so Zachert, der weiß, dass hier nicht mit schwerem Gerät gearbeitet werden kann, um auch von außen an die Leckstelle zu gelangen. "Das wird ein größeres Projekt werden", ahnt er. Inwieweit die Mitglieder des Fördervereins hier überhaupt unterstützen können, ist derzeit noch fraglich. "Um aber den Badebetrieb in dieser Saison 2016 nicht zu stören, haben wir die Reparaturarbeiten in Absprache mit der Stadt auf den Herbst verschoben", berichtete der Schwimmmeister, der auch mitteilte, dass nun die letzte der älteren Pumpen aus den 70er Jahren ersetzt werden wird – aber das ist angesichts des anderen Problems nur eine Randnotiz. Dickes Lob gab es vom Vorsitzenden für die vielen Ehrenamtlichen, die sich im letzten Jahr wieder für den reibungslosen Ablauf des Badebetriebs engagiert hatten. Vor allem die Kiosk-Besetzung hatte für einiges Kopfzerbrechen gesorgt, weil sich der Zahl der Freiwilligen letztlich auf sieben Damen um Ingrid Golinski reduzierte. Für diese wurde das dann schon sehr intensiv, in den 128 Tagen der Saison abwechselnd zwar, aber täglich parat zu stehen. Dringend werden deshalb zusätzliche weitere Freiwillige gesucht, die im Kiosk im Freibad mitmachen wollen. "Die alte Crew macht auf jeden Fall weiter", versprach Ingrid Golinski, die sich über entlastende Verstärkung im Team natürlich freuen würde. Die Stadt muss zudem noch ein Problem lösen, denn es wird auch wieder ein Kassierer als Ersatz des nach Bielefeld verzogenen Dennis Wesselmann gesucht Der Förderverein verfügt über eine solide Kassenlage, berichtete Kassierer Marcel Hartmann der Versammlung, Das bestätigten auch die Kassenprüfer, so dass dem Vorstand einstimmig Entlastung erteilt werde konnte. Der hofft natürlich auf Einnahmen auch beim traditionellen Lagerfeuer zu Ostern, wenn man sich am Samstag, den 26. März, auf dem Parkplatz am Freibad gemeinsam mit der Bevölkerung und den Vereinen des Dorfes in gemütlicher Runde trifft. Ob in Zukunft ein neues Vereinszelt auch für diesen Anlass zur Verfügung stehen kann, ist derzeit noch offen. Wenn, dann sollte es von möglichst vielen Elbrinxer Vereinen gemeinsam angeschafft werden. Schlägt der Vorsitzende Wegner vor. Am 18. März werde es zur Ansicht schon mal aufgebaut und kann von interessierten Vereinsvertretern besichtigt werden. Wegner versicherte allerdings, dass der Förderverein das 75 qm große Zelt auf keinen Fall allein kaufen werde.

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