1. "Lips in motion" begeistern

    Facettenreiche Show des Chor 2000 Lage im Schulzentrum

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    Lage (pro). Die Aufmachung der Aula am Werreanger sprach bereits für sich: Schwarze und weiße Ballons schmückten Bühnenrand und umliegende Ecken, und als schließlich Martin Rock und Cornelia Böske jeweils komplett in einer der Farben im Scheinwerferlicht erschienen, war es klar: "Martin, wir haben doch gesagt, schwarz oder weiß!" monierte Böske das dunkle Outfit ihres Gegenübers. Doch gerade dies erfüllte optisch den Anspruch des Konzertmottos "Kontraste". Die musikalischen Kontraste folgten auf dem Fuße und animierten die rund 300 Zuschauer zum Mitklatschen und Schnipsen. Die Concert Band der Musikschule Lage wechselte sich dabei mit dem Chorensemble ab und sorgte für weitere Kontraste im Programm.

    Auf die beschwingte Einstiegsnummer "I’m into something good", in deren Verlauf sich die Sängerinnen und Sänger auf der Bühne langsam formierten, folgte das romantische "Can you feel the love tonight" Elton Johns. Für kollektives Schmunzeln sorgte dabei die Umsetzung des Titelursprungs aus "König der Löwen", indem Mitgliedernachwuchs im Löwenkostüm Seifenblasen in die Menge pustete. Auch im weiteren Verlauf des Abends bewiesen die "Lips in motion", die vielen noch ausschließlich als Chor 2000 bekannt sein dürften, ihr Geschick für eine rundum unterhaltende Performance: "High Ho" aus der Disney-Verfilmung "Schneewittchen und die sieben Zwerge" leitete mit dynamischem Rhythmus in die Halbzeitpause über – wozu einige Sänger zum Abgang von der Bühne rote Zipfelmützen aus den Taschen zauberten und so stilecht den Zwergenmarsch imitierten. Das große Unterthema der Kontraste blieb im Allgemeinen "Die Liebe – mit all ihren Facetten. Auch wenns manchmal nicht so schön ist", wie Chorleiter Peter Stolle, Martin Rock und Cornelia Böske später noch einmal erläuterten. Passend startete die zweite Programmhälfte in düsterer Szenerie, Hubschrauber kreisten akustisch über dem Schulzentrum, Blaulicht flackerte und Sirenen ertönten. "Under the bridge", ein Song der Red Hot Chili Peppers, spiegelte eben jene einsamen Stunden wider. Gespenstisch ging es zeitweise auch im Part der Concert Band zu: "Who you gonna call?" rief Bandleiter Stefan Albrecht über das Spiel seiner Musiker hinweg ins Dunkel gegenüber der Bühne –"Ghostbusters!", schallte es textsicher zurück. Ganz anders, geradezu schlüpfrig geriet die Ansage zum Musicalhit "Big Spender", der dort einst einen Striptease begleitete. Entgegen der zwinkernden Einladung, sich gerne auszuziehen, hielt sich das Lagenser Publikum bedeckt – geizte jedoch nicht mit Applaus für die originalgetreue Instrumentaldarbietung. Das Finale des Abends bestritten Band und Chor gemeinsam und intonierten hierfür Abbas "Thank you for the music", wobei ob der großen Zahl der Beteiligten jeder Bühnenzentimeter genutzt wurde.

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