1. Betreuung bis zum Lebensende

    Kreisseniorenheime und Hospizverein schließen Kooperationsvertrag

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    Kreis Lippe/Detmold (ck). Um die Betreuung Schwerstkranker und Sterbender zu optimieren wollen der Ambulante Palliativ-Hospiz-Beratungsdienst Lippe und die Senioreneinrichtungen des Kreises Lippe (KSE) künftig zusammenarbeiten. Kürzlich haben Andreas Lüdeke, Vorsitzender des Hospizvereins und Dorothea Ruhe, Mitglied der KSE-Geschäftsleitung einen entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichnet. Zu den Senioreneinrichtungen gehören die Häuser in Lemgo, Blomberg, Oesterholz und Detmold. Im Vorfeld zu dem Vertrag wurde im vergangenen Sommer ein Konzept von den Kooperationspartnern erstellt, in dem es darum ging die Begleitung dieser Menschen optimal zu gewährleisten. Ilse Boeinghoff, Geschäftsführerin des Hospizvereins, blickt Richtung "Palliative Care". Bei dieser Arbeit geht es darum, alle Bereiche der Versorgung und Begleitung unheilbar Schwerkranker und Sterbender zusammenzufassen. Dazu gehören als tragende Säulen die Palliativmedizin, Palliativpflege sowie die Hospizarbeit. In dieser interprofessionellen, klinisch und kommunikativ ausgerichteten Teamleistung, geht es sowohl um den Patienten als auch um die Angehörigen. "Sterbende Menschen wünschen sich ein geschütztes, geborgenes Umfeld mit vertrauten Menschen", erklärt Brigitte Strätner, Leitung Soziale Betreuung KSE. Dorothea Ruhe ergänzt: "Die Grundsätze der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen soll in den Senioreneinrichtungen gelebt werden und wird durch diesen Kooperationsvertrag erfüllt." Die "Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland" setzt sich für Menschen ein, die aufgrund einer fortschreitenden, lebensbegrenzenden Erkrankung mit Sterben und Tod konfrontiert sind. Die fünf Leitsätze der Charta formulieren Aufgaben, Ziele und Handlungsbedarfe, um die Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland zu verbessern. Im Mittelpunkt steht dabei immer der betroffene Mensch.

    Integration der Ehrenamtlichen Damit die Mitarbeiter in den genannten Häusern die optimale Betreuung gewährleisten können, ist diese Kooperation entstanden. Im Haus des Hospizdienstes können die Mitarbeiter an speziellen Fortbildungen teilnehmen. Themen sind unter anderem: Spezielle Mundpflege am Lebensende oder Ernährung. Ohne Ehrenamtliche, die die Menschen begleiten und unterstützen wäre die Arbeit nicht zu schaffen. Es liegt an den jeweiligen Haus- und Pflegedienstleitungen, die Ehrenamtlichen in das Betreuerteam optimal zu integrieren. Die Ehrenamtlichen des Hospizes werden nach Absprachen mit den Patienten oder den Angehörigen eingesetzt. Einmal in der Woche wird Boeinghoff mit einer der Palliativ Care-Betreuer Kontakt aufnehmen und den jeweiligen Fall besprechen. "Es steht und fällt mit der Kommunikation", ist sich Brigitte Strätner sicher.

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