1. Von Sympathie zum Beitritt

    Der SPD-Ortsverein ehrte langjährige Mitstreiter

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    Leopoldshöhe-Asemissen (kd). Mehrere Jahrzehnte für eine Partei aktiv zu sein, ist Anlass für eine Auszeichnung. Der SPD-Ortsverein Asemissen/Bechterdissen hat jetzt langjährige Mitglieder geehrt. "Wie gewinnen wir Interessenten als Mitglieder?" Diese Frage beschäftigt die SPD derzeit landesweit. Zumindest im Fall von Hartmut Timm ist die Antwort bereits gefunden. Vor 25 Jahren wurde er vom Sympathisanten zum engagierten Mitstreiter. "Er ist den klassischen Weg gegangen und hatte schon viele Positionen inne", meinte Manfred Burkamp, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Asemissen/Bechterdissen. Erst als er 1991 nach Leopoldshöhe gezogen war trat Timm in die Partei ein. "Die Nachbarn waren nett und auch Manfred Burkamp kümmerte sich um die Neubürger", berichtete der Jubilar. Sie kamen ins Gespräch und diskutierten über bürgerschaftliches Engagement. Timm berichtete jetzt, er habe schon lange mit der sozialdemokratischen Politik sympathisiert. Nach seinem Beitritt habe er "dann relativ schnell Karriere gemacht". Er war zunächst als sachkundiger Bürger in verschiedenen Ausschüssen tätig. Seit 1994 gehört dem Rat der Gemeinde Leopoldshöhe an. Seit langem ist er Vorsitzender des Betriebsausschusses für Immobilien und Gebäudemanagement. Er leiste hervorragende Arbeit, urteilte Burkamp. Timm sagte, er schätze daran, etwas bewegen zu können. "Wenn ich heute ins Rathaus gehe, bin ich willkommen." Er gehört auch dem Fraktions- und dem Gemeindeverbandsvorstand an. Bereits seit 70 Jahren gehört Erwin Ostmann (92) der SPD an. Unmittelbar nach dem Wiederbeginn trat er am 1. Januar 1946 in die Partei ein. Die Kriegserfahrungen hatten ihn geprägt. Nachdem das Minenräumboot, auf dem er als Soldat Dienst tat, gesunken war, wurde er an der griechischen Küste von Fischern gerettet. "Unsere Feinde haben uns gerettet", hat Ostmann oft gesagt. 1979 fuhr er nach Paros in Griechenland, um sich bei den Fischern und deren Angehörigen zu bedanken. Weil Frieden ein zentrales Anliegen der SPD ist, stand für ihn die Entscheidung schnell fest. 19 Jahre lang war er als Schriftführer tätig und wurde 1965 zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt. Dieses Amt hatte er bis zur Bildung der Gemeinde Leopoldshöhe inne. Bis heute zeigt sich Ostmann politisch interessiert. Seit 60 Jahren ist Willi Budde (95) Parteimitglied. Weil er Geburtstag hatte, nahm er nicht an der Ehrung teil. Auch Günter Sehlhoff (60 Jahre) und Lydia Dove (25 Jahre) waren nicht anwesend. Die stellvertretende Vorsitzende des SPD-Kreisverbands, Ellen Stock, berichtete über aktuelle Themen. Da die Sparkasse ihren Service einschränkt, setzen sich die Sozialdemokraten für den Erhalt ein. Für die "kleinen Leute", die mittelständischen Unternehmen und Jugendliche sei der persönliche Kontakt sehr wichtig. In einem Positionspapier spricht sich der SPD-Kreisverband dafür aus, die Flüchtlinge gleichermaßen mit Wohnungen, Bildung und Arbeit zu versorgen. Außerdem wird eine gerechte Verteilung der Flüchtlinge auf die Regionen und, Städte und Gemeinden gefordert. Es sei sehr zu begrüßen, dass so viele Bürger die Flüchtlinge ehrenamtlich unterstützen. "Das Ehrenamt ist wichtig, es darf aber für den Staat nicht selbstverständlich sein", erklärte Stock.

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