WUNSTORF (tau). Die Stadt muss die Sanierung der drei Barne-Sporthallen selbst übernehmen. Denn die im November beantragte Aufnahme in ein bundesweites Förderprogramm hatte keinen Erfolg, wie der Erste Stadtrat Carsten Piellusch den Vertretern des Sportausschusses am Dienstagabend mitteilte. Im Falle eines Zuschlags hätte der Bund rund 45 Prozent der Kosten übernommen. Die Mängelliste der drei Hallen ist lang. Um eine komplette Kernsanierung für 6,2 Millionen Euro käme die Stadt daher nicht herum. Günstiger wäre sogar ein Abbruch und anschließender Neubau einer Zweifeldsporthalle sowie einer Grundschulsporthalle für rund 6,1 Millionen Euro.
Der Fachbereich Sport legte den Mitgliedern des Ausschusses außerdem eine Zusammenstellung über den Zustand aller Sportstätten vor. Gleichzeitig lieferte die Verwaltung eine Prioritätenliste mit. Demnach sind vier Projekte geplant oder bereits angelaufen. Darunter zählen neben den Barne-Sporthallen die Erneuerung der Drainage auf den Sportplätzen in Klein Heidorn für 88.000 Euro und eine Verbesserung der Ausleuchtung. Außerdem beabsichtigt die Stadt in Kooperation mit TuS und 1. FC Wunstorf den Neubau eines Sanitärgebäudes im Barne-Stadion. 20.000 Euro Planungskosten sind dafür angesetzt. Die Sanierung der Mehrzweckhalle Mesmerode schlägt hingegen mit 340.000 Euro zu Buche. Dach, Hallenboden, Elektrik sowie einzelne Maßnahmen im Sanitärbereich müssen dort erledigt werden. Fünf weitere Projekte sind darüber hinaus mit der Priorität I eingestuft worden. Die Sporthalle der Grundschule Klein Heidorn (Sanierung und Erweiterung im Sanitärbereich, Erneuerung des Prallschutzes für rund 45.000 Euro), die große Sporthalle der Grundschule Luthe (Erneuerung des Sporthallenbodens, Erneuerung der Linierung nach aktuellem Standard für rund 45.000 Euro), Barne-Stadion (Bau zusätzliche Flutlichtanlage A-Platz/Laufbahn, Sanierung Flutlichtanlage B-Platz, Bau eines Kunstrasenplatzes, Sportplätze und Laufbahn). Außerdem fallen die Mehrzweckhalle Großenheidorn und die Sportplätze in Luthe in diese Kategorie. Die Priorität II haben die Sporthalle und Außensportanlagen am Aue-Schulzentrum, die Sporthalle I Hölty-Gymnasium, die Sporthalle der Grundschule Bokeloh und die Gymnastikhalle der Grundschule Großenheidorn. Unter Priorität III fallen der Sanitärpavillon B-Platz sowie der Regieturm und die Tribüne im Barne-Stadion, außerdem die Sporthalle der Stadtschule. Neun weitere Gebäude, bei denen nichts mehr gemacht werden soll oder kein Handlungsbedarf besteht, werden unter Priorität IV zusammengefasst. Foto: tau
