Detmold (la). Zur Eröffnung der Installation "Flüchtig", am Sonntag, 6. März, 10 Uhr, lädt die evangelisch-reformierte Kirchengemeinde in die Christuskirche am Kaiser-Wilhelm-Platz ein. Die Künstlerin Doris Lemberg-Hinsenhofen sammelt in diesem Installationsprojekt Fluchtgeschichten, die sie als Segel im Kirchenraum installiert.
Sie schreibt dazu: "Ich bitte Menschen, die zurzeit geflüchtet sind, nach dem 2. Weltkrieg auf der Flucht waren oder aus der DDR geflüchtet sind, mir ihre Geschichte in ihrer Sprache und mit ihrer Schrift auf ein von mir vorbereitetes Segel zu schreiben. Ich werde dann diese Segel am unteren Dreiecksschenkel mit einem Ast spreizen und an der Spitze aufhängen. So entstehen Schiffe – jedes Schiff von einem Menschen mit seiner Geschichte, seinen Träumen, Hoffnungen, Erfahrungen beschrieben. Der Reiz dieser Installation ist, dass sie wachsen kann, niederschwellig ist und trotzdem einen enormen Tiefgang hat." Konzipiert ist die Installation zur Zeit auf 20 bis 30 Segel. Sie werden so aufgehängt, dass der Betrachter die Möglichkeit haben, zwischen den Segeln hindurchzugehen. Dadurch entsteht Bewegung, die sich auf die Segel überträgt.