LANDKREIS (gr). Bereits zum dritten Mal in Folge fand das Schaumburger Agrarforum im Forum der IGS Obernkirchen statt. In gemeinsamer Kooperation der Sparkasse Schaumburg, dem Niedersächsischen Landvolk und der Landberatung Schaumburg hatten Sie die Landwirte der Region erneut zu einem interessanten Vortrag durch einen hochkarätigen Referenten eingeladen. Mehr als 120 Landwirte sind dieser Einladung gefolgt und waren zu Gast, um sich über die aktuelle EU-Agrarpolitik und die Zukunftsaussichten ihrer Branche zu informieren. Als Referent konnte in diesem Jahr Albert Deß, seit 2004 Mitglied im Europäischen Parlament, gewonnen werden. Deß ist Mitglied im Ausschuss für ländliche Entwicklung und stellvertretendes Mitglied im Ausschuss für Umweltfragen, öffentliche Gesundheit und Lebensmittelsicherheit und konnte somit den teilnehmenden Landwirten einen spannenden Einblick in seine Arbeit geben. Unter dem Motto "EU-Agrarpolitik aktuell – Wie geht es weiter nach 2020?" ging Albert Deß unter anderem auf die Bedeutung der Landwirtschaft als Wirtschaftsfaktor ein. In der EU gibt es 13,7 Millionen landwirtschaftliche Betriebe mit 17,5 Millionen Beschäftigten in der Landwirt- und Ernährungswirtschaft. "Zählt man die vor- und nachgelagerten Bereiche dazu, kommt man sogar auf 45 Millionen Beschäftigte", so Deß.
Zudem ging er ausführlich auf die Europäische Haushaltsstruktur und die Ausgaben für die gemeinsame Agrarpolitik ein. So sprach er sich für die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen und die Stärkung der Wirtschaftskraft aus. In seiner Schlussfolgerungen stellte er heraus, dass die Landwirtschaft mehr als ein Jahrhundert ein schrumpfendes Gewerbe war. Seiner Meinung nach wird die Landwirtschaft in der Zukunft wieder ein prosperierenden Wirtschaftsbereich. Es gibt neue Chancen für die Landwirtschaft, die genutzt werden können. Zu einer modernen, hochproduktiven und innovativen Landwirtschaft gäbe es seiner Einschätzung nach keine Alternative.
