Oerlinghausen (kd). Ein guter Kontakt zu den überörtlichen Behörden ist Bürgermeister Dirk Becker wichtig. Daher begrüßte er es sehr, dass Landrat Dr. Axel Lehmann zu einem Antrittsbesuch in das Oerlinghauser Rathaus kam. Im Gedankenaustausch der beiden neuen Amtsinhaber standen gemeinsame Anliegen und offen Punkte im Vordergrund die Gestaltung der offenen Jugendarbeit, die Unterbringung der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und der Tourismus in Oerlinghausen. Die touristische Entwicklung der Stadt liegt Becker sehr am Herzen und so möchte er das Fachwissen der Lippe Tourismus und Marketing GmbH (LTM) dazu nutzen, um den Tourismus auch nach Oerlinghausen zu holen. Oerlinghausen zählt er zu den schönsten Städten im Lipperland. "Wir brauchen nichts Neues erfinden, wir müssen nur auf das zurückgreifen was wir haben", sagte der Bürgermeister. Wandern könne man unter anderem auf den Etappen der Hermannshöhen. Das Naturschutzgroßprojekt "Senne und Teutoburger Wald" am nahegelegenen Truppenübungsplatz biete genügend Potenzial. Fördermittel zur könnten über die Biologische Station Paderborn-Senne beantragt werden. Lehmann möchte unter anderem das Archäologische Freilichtmuseum nach weiter vorn bringen. "Das Museum ist eine Schatztruhe", so der Landrat. Unterstützung von der LTM könne die Stadt Oerlinghausen erhalten, konkrete Konzepte gebe es zurzeit aber noch nicht. Ein weiterer Punkt war die Gestaltung der offenen Jugendarbeit. Trägerschaft hierfür, ist in Oerlinghausen die Arbeiterwohlfahrt (AWO). "Das soll auch so bleiben", betonte Dr. Axel Lehmann. "Wir wollen niemanden verdrängen, sondern das Angebot ausbauen. Hier kann der Kreis finanzielle Unterstützung bieten". Ein ganz wichtiges Thema war für die beiden Politiker war aber auch die Zusammenarbeit bei der Unterbringung von unbegleiteten und minderjährigen Flüchtlinge. Als zukünftiger Wohnort wäre die ehemalige Jugendherberge in der bis zu 20 Jugendliche untergebracht werden können ideal. Zuständig für die Jugendlichen ist das Kreisjugendamt, 115 Flüchtlinge heißt es unterzubringen. "Hier geht es nicht nur um ein Dach über dem Kopf, hier geht es vielmehr um psychologische Betreuung", sagte der Landrat. Abschließend zum Treffen vereinbarten beide Politiker, die Zusammenarbeit zwischen Kreis und Stadt weiter zu verbessern.
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Noch Schätze zu heben
Antrittsbesuch des Landrates
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