1. Knorpeltransplantation

    Jetzt auch im Bathildiskrankenhaus

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    Bad Pyrmont (afk). Erstmalig, nach umfassender Prüfung der Behörden und Zulassung, wurde nunmehr das Verfahren zur Knorpeltransplantation am Bathildiskrankenhaus in Bad Pyrmont praktiziert.

    Frau A. erlitt nach einem Unfall einen Knorpelschaden am rechten Kniegelenk. Neben täglichen Schmerzen wurde seitdem das Kniegelenk immer wieder dick, die tägliche Arbeit konnte nur noch eingeschränkt gemacht werden, es resultierten lange Krankheitsausfälle. Nach einer erstmalig durchgeführten Kniegelenksspiegelung in der Unfallchirurgie wurde ein erheblicher Knorpelschaden festgestellt und eine so genannte Pridie-Bohrung durchgeführt. Trotz dieser Maßnahme zeigten sich kein Einheilen und ein unverändertes Beschwerdebild. Beispiele wie diese gibt es viele. Insbesondere für unfallbedingte Knorpelschäden an hauptbelasteten Gelenken besteht seit einigen Jahren das Verfahren einer Knorpeltransplantation. Hierzu wird den Patienten im Rahmen einer Operation Knorpelgewebe an nicht belasteten Regionen entnommen und auf einer Matrix konditioniert. Diese, aus eigenem Knorpelgewebe gezüchtete Matrix wird dann in einer nochmaligen Operation in die Defekte eingebracht. Ziel ist eine Überbrückung dieser Defekte durch einen belastbaren, hyalinen Knorpel und somit ein Verhindern, bzw. Hinauszögern von Maßnahmen des Gelenkersatzes. Wesentliche Vorteile sind darin zu sehen, dass körpereigenes Material verwandt wird und ein sehr gutes Einheilen erwartet werden kann. Erstmalig wurde nunmehr dieses Verfahren auch am Bathildiskrankenhaus Bad Pyrmont praktiziert. Somit kann in der Region aktuell nur hier dieses Verfahren angeboten werden. "Wir haben hier sehr vom Agaplesion-Verbund profitiert", so Chefarzt Frank Blömker. "Dadurch, dass im Elisabethenstift in Darmstadt dieses Verfahren seit Jahren etabliert ist, konnte ein Mitarbeiter dort geschult werden. Ferner stehen wir engmaschig im Kontakt zur Absprache von Verfahrensstrategien."

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