Horn-Bad Meinberg (cp). 200 Liter oder den Inhalt von 20 Wassereimern – so viel Blut haben Klaus König, Willi Abbing, Engelbert Strya und Heide Hanusch gemeinsam gespendet. Dafür wurden sie jetzt bei der Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins Bad Meinberg geehrt. 135, 115, 100 beziehungsweise 50 Mal wurden König, Abbing, Strya und Hanusch dafür zur Ader gelassen.
Blumen und ein Präsent überreichte Ortsvereinsvorsitzende Heide Hanusch bei der Versammlung im Brunnencafé auch an die langjährigen Mitglieder Ingeborg Böddeker, Berta Jäkel (seit 30 Jahren) und Erich Schlingmann (seit 25 Jahren). Auf seine treuen Mitglieder – vier weitere bekamen eine Urkunden für 25-jährige Mitgliedschaft nach Haus geschickt – kann der Ortsverein also bauen. Trotzdem wird er immer kleiner. "Unser aktueller Bestand: 210 Mitglieder. In 2010 waren es noch 284!", schlug Hanusch Alarm. "Wir müssen deutlich machen, wie wichtig unsere Arbeit ist." Die besteht nicht nur in der ehrenamtlichen Betreuung der Blutspendentermine, zu denen in 2015 188 Spender erschienen, sondern auch in zahlreichen Freizeitangeboten: Regelmäßig treffen sich Mitglieder zum Kaffeetrinken und Spielenachmittag, alle zwei Wochen heißt es "Tanz Dich fit" und jeden Monat findet ein Ausflug statt. "Alle 12 Fahrten waren 2015 ausgebucht", berichtete Hanusch stolz. In diesem Jahr geht es unter anderem zur Bauernhofgastronomie in Ehresen-Breden (April), zum traditionellen Spargelessen am Steinhuder Meer (Mai), zur Planwagenfahrt am Dümmersee (August) oder zum Schinkenessen in Höxter (November). "Ein Rollator oder Rollstuhl ist kein Hindernis für die Teilnahme", betonte die Vorsitzende. Gelegenheit zur Blutspende besteht wieder am 11. April und am 26. September in der Grundschule am Müllerberg. Um die Spendezahlen zu erhöhen, kümmert sich der Ortsverein nun selbst um die Plakatierung und macht Werbung mit dem Lautsprecherwagen. In 2015 kamen auch 11 Erstspender. Für die Bevölkerungsstruktur in Bad Meinberg ist das recht viel, befand Hanusch. Sie sprach auch allen Helferinnen ein dickes Dankeschön aus: Dank der freundlichen Atmosphäre, liebevollen Betreuung im Spender- und Ruheraum und des leckeren Buffets seien alle Spender immer sehr zufrieden. Für Zufriedenheit sorgte auch der Stand der Kasse, die Monika Marcinkowsky vorbildlich gepglegt hatte. Als Nachfolger wurde einstimmig Andreas Marcinkowsky gewählt.
