Lemgo-Leese (pro). Nach über einem Jahr Bauzeit können Kinder und Erzieherinnen in der Kindertagesstätte Leese endlich in ihren neuen Anbau für die Unterdreijährigen einziehen. Das Land Nordrhein-Westfalen und die Stadt Lemgo unterstützten die Erweiterung der Kita dabei mit 120.000 Euro, was etwa 60 Prozent des Gesamtetats sind. Dementsprechend erfreut zeigte sich Landrat Dr. Axel Lehmann, der persönlich zur Besichti-gung der neu gestalteten Räumlichkeiten anwesend war: "Die Notwendigkeit des Ausbaus hat sich klar gezeigt: In der Einrichtung bekommen Kinder schon früh Kontakt zu Gleichaltrigen, der in dieser Form zu Hause nicht möglich ist – sie erhalten Zugang zur sozialen Gemeinschaft, lernen was es heißt, in der Gruppe zu spielen." Bis die Umgestaltung für die seit August 2015 neue U3-Gruppe jedoch bezugsfertig war, galt es die Bauzeit mit viel Verständnis und Gelassenheit durchzustehen. Für diese bedankte sich Kindergartenleitung Kirsten Fricke bei den anwesenden Eltern, galt es nicht selten "viel Lärm und Staub" zu tolerieren. Auch die Handwerker selbst lobte sie "für die Abstimmung der Mit-tagspause mit unseren Schlafzeiten". So habe es höchstens einen kurzen Hinweis gebraucht, bevor um die Mittagszeit die Werkzeuge ruhten. Das Ergebnis war einige Strapazen wert, wie die Elternvertreterin Kathrin Meier zusammenfasste: "Den etwas schwierigen Start ins Kin-dergartenjahr haben wir gemeistert und jetzt spielen unsere Kinder in einer gemütlichen und kindgerechten Atmosphäre." Neben dem neu gestalteten Gruppenraum sind jetzt auch Bad und Schlafraum auf die kleinsten "Villa Kunterbunt-Bewohner" ausgerichtet. Besonders weiche und stoßfreie Betten sorgen in den Ruhephasen für Tiefenentspannung, und die Umstellung von Windeln auf den Toilet-tengang begünstigt ein extra tief angesetztes Waschbecken mit dazugehöriger Miniatur-Toilette. Letztere besichtigten vor allem die Erwachsenen nach den Grußworten mit großem Interesse und zeigten sich begeistert von der Sonderanfertigung. Die Villa Kunterbunt startete 2010 als rein heilpädagogische Einrichtung und entwickelte sich seitdem zu einer inklusiven Betreuungs- und Förderstätte von inzwischen zwei integrativen Gruppen mit insgesamt 33 Kindern, einer heilpädagogischen Gruppe aus acht Kindern, sowie der neuen U3-Gruppe mit den zehn jüngsten Kindergartenbesuchern, wie Klaus Kuhlmann, Leiter des Eigenbetrieb Schulen des Kreises Lippe, die Geschichte des Standortes Revue passieren ließ.
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Der Kindergarten wächst mit
Anbau des U3-Bereichs der Villa Kunterbunt eingeweiht
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