1. Kröten und Co. leben gefährlich

    BUND sucht Betreuer für Krötenschutzzäune

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    Detmold . Das neue Wanderkompetenzzentrum und anstehende Großevents wie "Der Hermann leuchtet" steigern die Besucherzahl am Hermannsdenkmal. Was die einen freut, bedeutet für andere eine tödliche Gefahr: Die Amphibien wandern genau in diesen und den folgenden Tagen und Wochen zu ihren Laichplätzen. Jahr für Jahr erreichen tausende Frösche, Lurche und Kröten nicht ihr Ziel, weil sie unterwegs eine Straße überqueren müssen. Genau in ihrer ersten Wanderzeit des Jahres lockt das Lichtspektakel tausende von Besuchern an, die die Straßen in einen Friedhof für Amphibien verwandeln. Insbesondere betroffen ist ein Großteil der Denkmalstraße in Heiligenkirchen, wo nicht nur verschiedene Krötenarten, darunter die auf der Roten Liste stehende Geburtshelferkröte, leben und wandern, sondern auch viele besonders geschützte Feuersalamander, Berg- und Kammmolche. "Wie ein Expertengutachten eine Unbedenklichkeit für die Tierwelt durch das Hermann-Event zu dieser Jahreszeit feststellen konnte, ist angesichts der hohen alljährlichen Opferzahlen unter den Amphibien nur sehr schwer nachvollziehbar", schreibt der Umweltschutzverband BUND. Um hier schnellstmögliche Abhilfe zu schaffen, setzt sich der BUND Detmold für die Einrichtung von Amphibienschutzmaßnahmen an der Denkmalstraße ein. In Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde und mit dem BUND Lippe werden hier in Kürze einige hundert Meter Krötenschutzzäune aufgestellt. Für deren Betreuung werden noch dringend engagierte Mitbürger gesucht. Einmal täglich müssen die Amphibien über die Straße gebracht werden. Jede Unterstützung, ob täglich oder nur zu bestimmten Zeiten, ist hier dringend notwendig, damit das Gemetzel in der bisherigen Dimension ein Ende hat. Weitere Infos gibt es auf der Homepage des BUND Detmold unter "www.bund-detmold.de" oder bei Stephan Culemann unter der Telefonnummer (05232) 988812.

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