1. Hochwasserrisiko

    Maßnahmen zum Hochwasserschutz

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    Kreis Lippe. Vor genau 70 Jahren, im Februar 1946, ereignete sich im Kreis Lippe das größte Hochwasser des vergangenen Jahrhunderts. Von den abfließenden Wassermassen und den hieraus resultierenden Schäden waren insbesondere die Städte Lemgo und Lügde betroffen. Während damals die Kenntnisse über die Auswirkungen möglicher Hochwassergefahren allenfalls aus Aufzeichnungen und Erzählungen früherer Generationen beruhten, geht man heute einen anderen Weg. Die EU-Hochwasserrisikomanagementrichtlinie aus dem Jahr 2007 hat die Mitgliedsländer aufgefordert, bis zum 31.12.2015 eine Maßnahmenplanung zum Schutz der Bevölkerung und der öffentlichen und privaten Infrastruktur vor signifikanten Hochwassergefahren zu erstellen. Das Land Nordrhein-Westfalen ist dieser Forderung nachgekommen und hat am 22.12.2015 sogenannte Hochwasserrisikomanagementpläne für die von signifikanten Hochwasserschäden betroffenen Gewässer auf der Internetseite "www.flussgebiete.nrw.de" veröffentlicht.

    Für den Kreis Lippe wurden für die Gewässer Bega, Berlebecke, Brederbach, Diestelbach, Ehrser Bach, Emmer, Exter, Ilse, Kalle (Oster- und Westerkalle), Niese, Oetternbach, Passade, Salze, Werre, Weser, Wiembecke, Wörmke (Ilsenbach) sogenannte Hochwassergefahren- und risikokarten sowie kommunale Maßnahmensteckbriefe erarbeitet. Während die Hochwassergefahren- und risikokarten die Überschwemmungsgebiete und Hochwassergefahren für verschiedene Hochwasserszenarien (20-, 100 und 1.000-jährlich) darstellen, können den kommunalen Steckbriefen konkrete Handlungsanweisungen für alle Beteiligte entnommen werden. Die Informationen aus den Hochwassergefahren und –risikokarten des Landes Nordrhein-Westfalen können auf dem Geoportal des Kreises Lippe (www.Kreis-Lippe.de) abgerufen werden, so Rüdiger Kuhlemann vom Kreis Lippe.

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