Kreis Lippe/Detmold (hk). Spannung ist ein ganz wichtiges Element in der anstehenden Rückserie im Detmolder Kreisoberhaus. An der Tabellenspitze wie auch im Tabellenkeller ist noch einiges möglich, zumal in der kraft- wie nervenzehrenden Rückserie das eine oder andere überraschende Ergebnis zu erwarten ist. Aufsteiger mit Abstiegssorgen Ein Punkt aus 13 Versuchen ist eine mickrige Ausbeute für den TSV Sabbenhausen. Das rettende Ufer ist fünf Punkte entfernt. Dort rangiert der zweite Aufsteiger Hakedahler SV. Der einzige Saisonsieg datiert gegen Nuri Kurts Ex-Verein, Diestelbruch-Mosebeck (3:2). Bedenklich ist die Kadersituation beim HSV. Einzig Rückkehrer Mikail Demir (von Post TSV Detmold) kommt dazu. Kurt befürchtet: "In der Rückrunde erschwert sich die Situation, da drei bis vier Spieler durch Schichtarbeit nur eingeschränkt trainieren können. Training mit dem kompletten Kader wird selten sein." Der Spielertrainer präsentiert sich realistisch: "Sicherlich wird uns die Rückserie alles abverlangen und wir sehen jedes Spiel als Endspiel um den Klassenerhalt. Hoffen wir, dass wir das noch schaffen", denn es herrscht eine ausgeprägte Antipathie gegen den direkten Wiederabstieg. TuRa Heiden: Mittendrin statt nur dabei TuRa Heiden steckt mittendrin im Abstiegskampf. Konkreter: Mit fünf Zählern auf einem Abstiegsrang. Ein ganz wichtiger 4:1-Sieg wurde beim HSV bejubelt. Nach einer guten Vorbereitung fordert Thorsten Schmiech von seinem Team "alles für den Klassenerhalt zu tun, was in unserer Macht steht." Das Punktekonto muss möglichst schnell angereichert werden, "egal gegen wen und wo," sind auch Überraschungssiege nötig, um den Abstieg in die eingleisige B-Klasse zu verhindern. Schmiech freut sich, dass "die Jungs die Situation auch mental angenommen haben." Dass es "ein hartes Stück Arbeit wird," ist in Heiden allen bewusst. Eindringlich wünscht sich der 45-Jährige von seiner Mannschaft, "dass wir uns auch von Rückschlägen nicht umwerfen lassen dürfen," sind Nehmerqualitäten nötig. Auch der letztjährige Vizemeister SV Diestelbruch-Mosebeck hat eine eher bescheidene Hinserie gespielt. Mit 13 Punkten nach 15 Begegnungen sind die Dörenwald-Kicker noch längst nicht jeglicher Abstiegssorgen ledig. Weber bestätigt das: "Wir wollen ganz schnell Punkte machen, um uns entscheidend abzusetzen." Vorjahresaufsteiger SG BHK hat zwei Zähler weniger als die Weber-Mannen und möchte ebenfalls zeitnah die fehlenden Punkte sammeln. Mit 18 Punkten rangieren SuS Lage und der SC Augustdorf im unteren Tabellenmittelfeld, TuS WE Lügde mit zwei Zählern mehr, kurz davor. Tunke: "Wir wollen das eine oder andere Top-Team ärgern" Das Niemandsland sorgt bei den Sandhasen für ein gequältes Lächeln. Augustdorf-Coach Matthias Heymann erklärt: "Nach zwei Abstiegen ist es schwer wieder die Kurve nach oben zu bekommen." Der Blick in die Zukunft verrät positive Gedankengänge beim Urgestein: "Ich denke, wir haben die Sohle jetzt erreicht und schauen nach vorne." Die Akklimatisierung in dieser Spielklasse habe Zeit benötigt. Stets treu geblieben ist dem FCA der Favoritenstatus. Heymann vermutet: "Eventuell waren nicht alle Spieler diesem Druck gewachsen", sind die Augustdorfer doch eines der jüngsten Teams der gesamten Liga. "Die anstehende Rückrunde wollen wir als Anlauf für die neue Saison nutzen," wünscht sich Heymann, der hofft, dass das Team noch weiter zusammenwächst. Auch das neue Spielsystem möchte man möglichst schnell verinnerlichen. Etwas besser als der FCA steht der TSV Rischenau da. Der zweite Bezirksliga-Absteiger weigert sich beharrlich eine konkrete Zielsetzung anzugeben. Eine Wiederholung des hervorragenden Saisonstartes wäre ganz nach dem Gusto von TSV-Manager Sebastian Tunke, wohlwissend, dass die "angespannte Personalsituation" ein Problem darstellen könnte. Sein Wunsch: "Wir wollen so lange wie möglich im erweiterten Kreis der Spitzengruppe bleiben und das eine oder andere Top-Team ärgern!" Pivitker Selse scharrt mit den Hufen Eine Duftmarke hat der TuS Kachtenhausen beim LZ-Cup gesetzt. Im Endspiel war Post TSV Detmold (1:4) jedoch zu stark. Die Rückrunde soll mit den Zutaten Spaß und Leidenschaft leicht bekömmlich werden. Mittelfeldspieler Peter Werner verkündet: "Selbstbewusst sind wir alle, und wollen auch somit dann von Spiel zu Spiel gucken, was noch geht." Und: "Es ist immer genug Ehrgeiz da, um die besser platzierten Teams zu schlagen." Der Tabellenvierte Fortuna Schlangen ist mit 28 Punkten auch nicht gänzlich ohne Hoffnung. Das gilt auch für Ditib Detmold (25) auf Platz sechs liegend. Eine ausgesprochen spannende Perspektive besitzt SuS Pivitsheide, wie fünf Zähler Abstand zum Primus SF Oesterholz-Kohlstädt versprechen. Vier Nachholpartien hat der Tabellendritte, jedoch keine ideale Vorbereitung gehabt. SuS-Abwehrrecke Andre Selse lobt: "Unser Trainerduo hat das Beste aus unserer Situation gemacht und uns auf ein gutes Fitnesslevel gebracht." Kurz vor dem Saisonstart scharrt Selse mit den Hufen: "Auch wenn es in den Testspielen noch nicht ganz rund lief, sind wir heiß darauf, dass es endlich wieder los geht." Ünal: "Unser Ziel war es nicht abzusteigen" Fünf Nachholspiele gibt es für den TSV Horn. Wenn die Eggekicker ihre Hausaufgaben erledigen, könnte diese Saison historisch werden. Sicherlich wären die Hornschen "besoffen vor Glück", wenn nach zweijähriger Abstinenz tatsächlich die Rückkehr in die Bezirksliga gelänge. Tiefstapelei ist beim TSV-Manager Ender Ünal angesagt: "Unser Ziel war es von Anfang an nicht abzusteigen." Seine Begründung: "Die Mannschaft und der Trainer sind neu. Das musste sich erst einmal aufeinander einspielen," wie Punktverluste des Tabellenzweiten zum Saisonstart bewiesen. Mit Blick auf die Tabellensituation meint Ünal: "Egal, was kommt. Wir sind weit über unseren Zielen, die wir uns für diese Saison gesteckt haben." Er nimmt den Druck von seiner Elf: "Alles, was noch kommt, ist ein Obolus." 34 Punkte bedeuten die Spitzenposition für die SF Oesterholz/Kohlstädt. Durch die ungleiche Spiel-Anzahl ist das Tabellenbild verzerrt. Der zweite Vorsitzende Björn Brinkmann verkündet selbstbewusst: "Wir sind bereit. Es kann los gehen. Die Mannschaft hat gut gearbeitet und wir haben allen Grund in jedes Spiel mit einer "breiten Brust" dazustehen." Coach Michael Dreier kann aus einem breiten Kader auswählen. Dazu kommt der Teamgeist, den Brinkmann als "unsere große Stärke und auch Waffe" bezeichnet. Der Aufstieg führt nur über die Sportfreunde.
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Aufstiegskampf verspricht ausgeprägte Spannung
Kreisliga A startet am Wochenende in die Rückserie
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