WUNSTORF (tau). Die Kommunalwahl im Herbst wirft ihre Schatten voraus. Die Parteien rüsten zum verbalen Schlagabtausch, auch wenn es in der Sache eigentlich keine Differenzen gibt. Im Umweltausschuss stritten die Ratsmitglieder über die zukünftige Entwicklung von Wohnungsbau und Neubaugebieten. Während die Seite der Mehrheitsgruppe ein Gutachten der Stadt abwarten will, um den genauen Bedarf festzustellen, möchte die CDU auf der anderen Seite am liebsten sofort loslegen und keine Zeit mehr verstreichen lassen.
Seit 2014 passiere nichts, beklagte Sprecherin Christiane Schweer (CDU). Auf der Gegenseite antwortete Kirsten Riedel (SPD): "Wartet doch die drei Monate ab, bis das Gutachten der Stadt vorliegt und wir zielgerichtet handeln können". Nicolai Balzer (CDU) warf daraufhin ein: "Wir wissen doch, was in dem Gutachten stehen wird. Die Probleme sind bekannt." Seine Fraktion wolle doch nur nach geeigneten Flächen suchen lassen. Das passiere doch gerade mit der Studie, die der Umweltausschuss in Auftrag gegeben hatte, konterte wiederum Riedel und setzte mit den Stimmen der Mehrheitsgruppe eine Vertagung des Themas durch. Einig sind sich alle Fraktionen, das etwas getan werden muss, um der Nachfrage nach Bauplätzen einerseits und den Bedarf an sozialem Wohnungsraum andererseits gerecht zu werden.