WUNSTORF (gi). Ein 85 Jahre alter Mann steht im Verdacht, am 20. Februar versucht zu haben, ein Haus an der Neuen Straße zu zerstören. Gegen 5.15 Uhr wurden die Helfer der Feuerwehr mit einem digitalen Meldeempfänger geweckt. Es waren 37 Kräfte mit vier Fahrzeugen aus Wunstorf, der Wärmebildkamera aus Steinhude und einem "Gerätewagen Messtechnik" von der Feuerwehrtechnischen Zentrale aus Neustadt im Einsatz. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte der 79-jährige Vermieter des Mannes eine starke Rauchentwicklung aus der Einliegerwohnung des Bauernhauses bemerkt und daraufhin die Rettungskräfte alarmiert. Als die Feuerwehr zudem Gasgeruch in der Wohnung des 85-Jährigen festgestellt hatte, wurde ein Energieversorger hinzugezogen. Dieser drehte das Gas ab, die Feuerwehrkräfte lüfteten die Einliegerwohnung. "Vor Ort schlugen unsere Warngeräte aufgrund hoher Gaskonzentration an. Durch das Schaffen von Lüftungsöffnungen und dem Einsatz eines Überdruckbelüfters konnten wir die Gefahr schließlich beseitigen", so Feuerwehr-Pressesprecher Marvin Nowak. Die Polizeibeamten stellten fest, dass der nicht anwesende Mieter offenbar unter anderem mittels Manipulation an der Gasleitung versucht hatte, das sowohl von ihm als auch seinem Vermieter und dessen 81-jähriger Frau bewohntem Bauernhaus in Brand zu setzen. Vier Bewohner der direkt angrenzenden Häuser wurden evakuiert, konnten jedoch nach kurzer Zeit wieder zurück in ihre Wohnungen. Verletzt wurde niemand. Die Polizei ermittelt gegen den 85-Jährigen wegen des Verdachts der versuchten schweren Brandstiftung sowie des Versuchs des Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion. Die Hintergründe zur Tat seien derzeit noch unklar, die Ermittlungen dauern an.
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85-Jähriger versucht Haus in Brand zu stecken
Polizei ermittelt wegen versuchter Brandstiftung
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