1. Steueraufkommen auf dem Höchststand

    Rund 20 Millionen Euro mehr an Einkommenssteuer

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    Lemgo (nr). Der Fiskus kann angesichts des Lemgoer Steueraufkommens nicht klagen. Rund 313 Millionen Euro Steuereinnahmen konnte das Finanzamt Lemgo für 2015 verbuchen. Gegenüber 2014 entspricht das einer Steigerung von 13 Prozent. Eklatant ist die Steigerung bei der Einkommenssteuer. Satte 48,1 Millionen Euro landeten 2015 aus Lemgo beim Fiskus. Seit 2011 lag die Einkommenssteuer im Mittel bei 30 Millionen Euro. 2014 gar bei nur 28 Millionen Euro. Vorsteher des Lemgoer Finanzamtes, Peter Schott, sieht die kontinuierlich steigenden Zahlen als Zeiger für eine gesunde Wirtschaft. "Unternehmen, Selbstständigen und somit auch Arbeitnehmern geht es momentan offensichtlich sehr gut. Die Wirtschaft boomt." Die gleichmäßigste Steigerung gibt es in der Lohnsteuer. "Die Abgaben von Steuerpflichtigen ohne weitere Einkünfte liegen aus 2015 bei 114,9 Millionen Euro. Das entspricht einer Steigerung von 7,1 Millionen Euro gegenüber 2014. Bei Umsatzsteuerpflichtigen gibt es eine Steigerung von 106,6 Millionen Euro 2014 auf 109,1 Millionen Euro in 2015. "Während das Steueraufkommen aus der Körperschaftssteuer nur eine geringe Steigerung bereit hält, sind die Einnahmen aus übrigen Steuern um 5,1 Millionen Euro gestiegen", so der stellvertretende Dienststellenleiter Christoph Martin. "Bei diesen Einnahmen handelt es sich überwiegend um landwirtschaftliche Kammerumlagen oder Säumniszuschläge." Laut Peter Schütt ist die Menge der steuerlichen Veränderungen sehr übersichtlich. 2016 wird es keine gewichtigen Steueränderungen geben, so dass sich das Steueraufkommen kaum ändern werde. Eine neue Kampagne soll die Aufnahme der Steuererklärungen von Gewerbetreibenden und Selbstständigen vereinfachen. Seit 2011 müssen Einkommenssteuerpflichtige, ihre Steuererklärungen auf elektronischem Wege an das Finanzamt senden. Bisher wird das nur von 67 Prozent der Gewerbetreibenden und Selbstständigen genutzt. "Nur in Ausnahmefällen nach einer sogenannten Härteregelung werden abgegebene Vordrucke noch geduldet", erklärte Peter Schott. Für das Finanzamt bedeutet das eine Umstrukturierung im Bürgerbüro. Die Erfassung der eingegangenen Unterlagen entfällt auf diese Weise zu einem großen Teil. Der Publikumsverkehr lässt nach. Das Bürgerbüro hat jedoch weiterhin vormittags und auch Donnerstagnachmittag geöffnet. "Bei Unklarheiten oder Fragen können jedoch Termine beim jeweiligen Sachbearbeiter vereinbart werden", so Christoph Martin.

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