1. Mehr Einsätze, weniger Personal

    Jahreshauptversammlung der Feuerwehr – Ehrungen und Beförderungen

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    Detmold (tl). 551 Mal rückte die Feuerwehr Detmold im vergangenen Jahr aus, unter anderem zu zwei Großbränden und rund 80 Kleinbränden. Daneben gab es zahlreiche weitere Einsätze für technische Hilfeleistungen sowie Rettungs- und Krankentransporte. Einem neuen Höchststand bei den Einsatzzahlen stand 2015 allerdings auch ein Tiefststand in den Mitgliederzahlen gegenüber. Die Personalstärke betrug im Vorjahr insgesamt 610 Frauen und Männer, während es in 2005 noch 700 Feuerwehrleute waren. Dass der Dienst bei der Feuerwehr mehr ist als ein Job, "vielmehr eine Aufgabe, vielleicht auch eine Berufung", betonte Bürgermeister Rainer Heller bei der Jahreshauptversammlung der Detmolder Feuerwehr in der Stadthalle. "Als tragende Säule der Gefahrenabwehr" bezeichnete Heller die Feuerwehr zu Recht, wie der Jahresbericht zeigte: So mussten beispielsweise allein Anfang April im Zuge des Sturmtiefes "Niklas" gut 40 Einsätze abgearbeitet werden, um umgestürzte Bäume von Straßen zu räumen oder umherfliegendes Baumaterial zu sichern, im August brannte ein Mähdrescher in Barkhausen, wobei mehrere Atemschutztrupps zum Einsatz kamen. Für Sonderdienste – vom Tag der offenen Tür der Feuerwehr über das Weihnachtsbaumsammeln bis hin zu den Stadtbrandmeisterschaften – fielen insgesamt 25.777 Stunden und somit durchschnittlich 3.222 Stunden pro Einheit an. Jens-Ulrich Plöger, Leiter der Feuerwehr, bilanzierte in seinem Jahresbericht: "Alle Einsätze sind erfolgreich verlaufen, alle Kameraden blieben gesund." Damit die gute Qualität der Arbeit gewährleistet ist, nehmen die Kameraden regelmäßig an Lehrgängen und Seminaren teil, unter anderem zu Themen wie "Einsatzdurchführung", "Brandsicherheitswachdienst", "Löschwasserentnahme" oder "Umweltschutz/Hygiene". Plögers dringender Appell an die Verantwortlichen in Politik und Verwaltung: "Die Stärkung des Ehrenamtes muss mehr in den Vordergrund gerückt werden!" Hierzu beteiligt sich die Detmolder Feuerwehr an einem Pilotprojekt des NRW-Ministeriums für Inneres und Kommunales. Unter dem Motto "Bewege Dich, damit sich was bewegt... Förderung des Ehrenamtes in den Feuerwehren" engagieren sich die Detmolder bei einem "Runden Tisch Arbeitgeber". Das Ziel: Private und öffentliche Arbeitgeber, die in ihren Reihen freiwillige Feuerwehrleute beschäftigen, zu animieren, diese auch zu Einsätzen und für Weiterbildungen freizustellen. Bürgermeister Heller: "Die Tätigkeit von Feuerwehrleuten wird manchmal zu schnell als selbstverständlich hingenommen." Bei der Jahreshauptversammlung wurde jedem Floriansjünger verbal Wertschätzung und Ehrung zuteil, einige bekamen zudem eine handfeste Auszeuchnung: Für ihre 25-jährige Dienstzeit erhielten Willi Dubbert, Frank Hellmeier, Stefan Klöpping, Michael Elsner, Mario Tiemann und Jan Dreimann das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber. Das Ehrenabzeichen in Gold (für 35-jährige Dienstzeit) ging an Frank Plogstert, Rainer Klaus, Klaus Maßmann, Volker Münch, Peter Niewald, Rainer Stöppler und Dirk Vehmeier. Übrigens: Die Jugendfeuerwehr Detmold zählt 119 Mitglieder (27 Mädchen und 92 Jungen). Vor allem Diestelbruch, Remmighausen und die Jugendfeuerwehr Süd haben Nachwuchssorgen. Heller warb für den Nachwuchsdienst in der Jugendfeuerwehr, auch um "Kameradschaft zu leben".

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