Kreis Lippe (go). Was kaum einer weiß, die lippischen Volkshochschulen sind bereits seit 30 Jahren im Bereich der Gesundheitsbildung untereinander vernetzt, und zwar unter dem Namen AGiL (Arbeitsgemeinschaft Gesundheit in Lippe). Mit ihrem frisch herausgegebenen gemeinsamen Flyer "Ihre Gesundheit ist bei der VHS in guten Händen" lenken die lippischen Volkshochschulen die Aufmerksamkeit auf ihr vielfältiges Kursangebot in diesem Bereich. Die drei Kurssäulen sind dabei "gesunde Ernährung", Sport- und Entspannungskurse. Die Adressen der jeweiligen VHS-Homepages sind in dem Flyer abgedruckt, um sich umfassend informieren zu können. Was die eine VHS nicht anbietet, hat dann eben die andere VHS im Programm. Genau das war vor 30 Jahren auch der Hauptbeweggrund zur Kooperation. "So konnten wir ein viel breiteres, flächendeckendes Kursangebot machen", sagen Christiane Steinmetz (VHS Bad Salzuflen) und Johannes Reineke (VHS Lippe-Ost). Beide gehören zu den AGiL-Gründungsmitgliedern. Zudem kennzeichnet ein intensiver Erfahrungsaustausch, der gemeinsame Besuch von Fortbildungen und das Entwickeln gemeinsamer Projekte die Arbeitsgemeinschaft der lippischen Volkshochschulen. Oftmals hat sich der Zusammenschluss schon als Impulsgeber erwiesen, so zum Beispiel 1998 bei einer gemeinsamen Veranstaltung zum Thema Organspende in der Stadthalle Detmold oder auch schon Mitte/Ende der 1980er Jahre mit "Gesundheitstagen" in den Sparkassen Detmold und Lemgo.
"Zumba zum Beispiel hatten wir ganz früh im Programm, da waren wir Vorreiter", so Ellen Lüke von der VHS Detmold-Lemgo. Zumba und Entspannungskurse sind momentan sehr gefragt, seit 30 Jahren ist Yoga der Dauerbrenner, dicht gefolgt von Wirbelsäulengymnastik. Johannes Reineke: "Der Gesundheitsbereich mit präventiven Angeboten zur Erhaltung der körperlichen und der psychischen Gesundheit ist neben den Sprachkursen der größte Fachbereich an den Volkshochschulen in Lippe." Zum Bildungsauftrag der Volkshochschulen gehöre der Gesundheitsbereich fest dazu. Da man durch die Integrationssprachkurse bereits Kontakt zu Flüchtlingen habe, reife bei AGiL immer mehr der Gedanke, hier auch spezielle Gesundheitsangebote zu schaffen, verriet Reineke. "Auf jeden Fall wollen wir unsere gute Vernetzung auch weiterhin pflegen", so Johannes Reineke als AGIL-Sprecher abschließend.
